16 Mrz

Bürgerbegehren WATwurm startet

Jetzt können die Wattenscheider für den Bau des WATwurms in der Innenstadt unterschreiben (Unterschriftenliste). Das Bürgerbegehren WATwurm hat begonnen.

Seit über 40 Jahren fühlen sich die Wattenscheider von Bochum vernachlässigt und bevormundet. Jetzt können sie zumindest bei einem kleinen Projekt, das die Innenstadt aufwerten soll, mitbestimmen, mitplanen und mitbauen.

Von Bochumer Seite hört man immer wieder, die Wattenscheider meckern viel, beschweren sich ständig, wenn sie dann aber was bekommen und selbst gestalten sollen, dann wollen sie es nicht und verhindern es. Jetzt haben die Wattenscheider die Gelegenheit dieses Vorurteil zu widerlegen.

650.000 Euro stehen für Spielstationen in der Innenstadt bereit, nur ein kleiner Teil davon wird für den WATwurm benötigt

650.000 Euro hat die Stadt Bochum unter dem Titel “Bespielbare Innenstadt” für Spielstationen in der Wattenscheider Innenstadt bereitgestellt. Davon sollen nach Meinung der Initiative WATwurm und der STADTGESTALTER 118.720,70 bis 173.115,16 Euro für den Bau des WATwurms ausgegeben werden. Die Kosten des Projektes sind abhängig von den tatsächlich entstehenden Materialkosten und der Intensität der Bürgerbeteiligung.

Mit dem WATwurm soll in der Innenstadt ein bunter Anziehungspunkt geschaffen werden. Über eine Länge von 150 m soll sich entlang der Fußgängerzone an der Westenfelder Straße ein bunter Mosaikwurm schlängeln, der die Besucher der Innenstadt zum Spielen, Schauen und Verweilen anregt. Der WATwurm ist ein Bürgerbeteiligungsprojekt: Gebaut werden soll der Wurm unter der Anleitung des Künstlers Heinz Krautwurst von Wattenscheider Einwohnern aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Jeder Wattenscheider der Lust und Zeit hat, kann mitwirken. Weiterlesen

10 Mrz

Modellprojekt für bessere Grundschulen

In 6 von 30 Bochumer Ortsteilen (Karte, Datenquelle Sozialbericht) erhalten nach wie vor mehr als die Hälfte der Schüler am Ende der Grundschule nur eine Haupt- oder eine eingeschränkte Realschulempfehlung. Unter diesen Bedingungen auf der weiterführenden Schule einen qualifizierten Abschluss zu erlangen ist nur schwer möglich. Mit Hauptschulabschluss einen Ausbildungsplatz zu bekommen wird von Jahr zu Jahr schwerer, die Wahrscheinlichkeiten gar keinen Job zu finden oder eine schlecht bezahlte Arbeit annehmen zu müssen, ist hoch.

Die Bildungschancen der Bochumer Grundschüler sind nicht alle gleich

Die Weichen für einen qualifizierten Schulabschluss, der letztlich die wesentliche Voraussetzung für eine gute Arbeit mit gutem Einkommen ist, werden letztlich in den Grundschulen gestellt. Doch in Bochum schaffen es viele Grundschulen nicht, unabhängig vom Elternhaus und den sozialen Umfeldbedingungen, die Schüler mit dem erforderlichen Rüstzeug auf die weiterführenden Schulen zu schicken (Handlungsbedarf bei Grundschulen).

Handlungsbedarf Bochumer Grundschulen

Die STADTGESTALTER haben an vier Kriterien untersucht, wie hoch der Handlungsbedarf an den Bochumer Grundschulen ist (Auswertung Handlungsbedarf an Grundschulen). Betrachtet wurden dazu, die Schulempfehlungen auf die weiterführenden Schulen (Gewichtung 30%), der Förderbedarf SuS (Sprachkompetenz und Selbstwirksamkeit = Selbstwirksam zu sein, meint, das Vertrauen der Kinder in sich und die eigenen Fähigkeiten, Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern, Gewichtung 30%), die Größe der Eingangsklassen (10%) und die sozialen Probleme der Ortsteile, in dem sich die Schulen befinden (30%). Weiterlesen

02 Mrz

Stadtpolitik darf nicht mehr zu Lasten zukünftiger Generationen gehen

Lange Zeit wurde in Bochum eine Politik auf Kosten von Kinder- und Enkelgenerationen verfolgt. Die Generationen, die das Sagen in der Stadtpolitik hatten, haben auf Kosten der jungen Menschen der Stadt gelebt.

Um sich selbst nicht einschränken zu müssen, hat die de Stadt über Jahrzehnte mehr ausgegeben als eingenommen. Die Generationen haben über ihre Verhältnisse gelebt und einen Schuldenberg von 1,9 Mrd. Euro aufgehäuft, den zukünftige Generationen werden abzahlen müssen.

Jahrzehnte mit Entscheidungen, die zu Lasten zukünftiger Generationen gingen

Doch nicht nur in dieser Hinsicht war die Stadtpolitik der letzten Jahrzehnte nicht generationengerecht und ging regelmäßig zu Lasten der jungen Menschen und folgenden Generationen:

Bildung und Schulen und wurden in der Stadt über Jahrzehnte vernachlässigt. Bei den Schulgebäuden besteht ein riesiger Sanierungsstau, wie bei der gesamten städtischen Infrastruktur, den ebenfalls die Folgegenerationen beseitigen müssen. Unsere Kinder und Enkel sind es, die die dafür erforderlichen Finanzmittel aufbringen müssen, die die letzten Generationen nicht bereit waren zu investieren. Diese Generationen haben das Geld gespart, um es anderswo ausgegeben zu können. Die Bildungschancen der Schüler hängen nicht zuletzt von Ausstattung und baulichem Zustand der Schulen ab. Die Vernachlässigung der Schulen zeigt, Bildung und andere berechtigte Interessen von Kindern und Jugendlichen hatten für die Generationen der letzten Jahrzehnte, keine Priorität. Die eigenen Bedürfnisse waren immer wichtiger. Weiterlesen

23 Feb

Konzept für Markthalle, VHS, Bücherei und mehr

Dort, wo heute das Telekom-Gebäude am Rathausplatz steht, soll in Bochum bis spätestens 2023 eine Markthalle und das sogenannten “Haus des Wissens” entstehen. Denn Stadtbücherei und Volkshochschule sollen bis dahin vom Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ) hinter dem Rathaus in das ehemalige Telekom-Gebäude umziehen.

Mit diesem Umzug setzt die Stadt einen Vorschlag der STADTGESTALTER um, den diese bereit 2015 vorgeschlagen haben (Bochumer Markthalle, 03.06.2015). Weiterhin hatten die STADTGESTALTER im gleichen Jahr eine Neuausrichtung der Stadtbücherei vorgeschlagen, die nun mit dem Bezug neuer Räumlichkeiten ebenfalls realisiert werden soll (Zukunftsweisende Neuausrichtung der Stadtbücherei, 17.01.2015).

Menschen suchen Orte, an dem sie nicht nur Wissen finden, sondern auch Unterhaltung, Orientierung, Austausch. Sie wollen kostenlos im Internet surfen, sich verabreden, vielleicht eine Lesung besuchen, Diskussionsrunden verfolgen oder einfach nur Zeit totschlagen. Freiberufler kommen um die Bibliothek als Arbeitsort zu nutzen (Süddeutsche vom 08.03.2018).

Menschen treffen, Wissen erleben, Zukunft gestalten

Das Telekom-Gebäude soll in Zukunft, der Ort sein, an dem sich Menschen in Bochum treffen, Wissen erleben und Zukunft gestalten. Eine klassische Volkshochschule und Stadtbücherei wird es dort nicht mehr geben. Vorbild für die Neuausrichtung wird, wie von STADTGESTALTERn angeregt, die futuristischen Stadtbücherei in Aarhus sein. Bücher spielen im Dokk1, so der Name der Bibliothek, nur eine untergeordnete Rolle, andere Medien werden mindestens gleichrangig angeboten. Es dreht sich alles um Kommunikation, Dienstleistung und ein zeitgemäßes Veranstaltungsprogramm. Weiterlesen

16 Feb

Hordel vom Durchgangsverkehr entlasten

Die Kappskolonie Hordel ist ein in jeder Hinsicht besonderes Wohnviertel von Bochum. Zunächst war die Dalhausener Heide, so der offizielle Name, eine abgeschlossene Siedlung, die nur über eine Schranke zu erreichen war. Gebaut wurde die Siedlung im Stil einer Gartenstadt zwischen 1907 und 1915 für die Belegschaften der Krupp-Zechen Hannover und Hannibal.

Durchfahrtsverbot Sechs-Schwestern-Straße

Autoverkehr war zur damaligen Zeit in den Planungen nicht vorgesehen, entsprechend schmal wurden die Straßen und Wege angelegt. Für Durchgangsverkehr wurden die Straßen nicht ausgelegt. Doch Verkehr sucht sich seine Wege, heute kürzen viele, die Richtung Wanne-Eickel, Herne und Gelsenkirchen wollen von der Dorstener Straße kommend durch das Wohngebiet ab. Die Stadt reagierte mit Schildern, die die Durchfahrt verbieten und nur den Anwohnern ein Befahren gestatten, doch die werden ignoriert. Eine Kontrolle durch die Polizei ist selten. Die Lage verschärfte sich weiter als die Hordeler Straße für die Durchfahrt gesperrt wurde und als alternative Abkürzung wegfiel.

Durchgangsverkehr trotz Verbot

Besonders die Anwohner der Sechs-Schwestern-Straße empfinden den Verkehr als schwere Einschränkung für ihre Wohnqualität. Die Straße ist so schmal, dass an viele Stellen kaum Gegenverkehr möglich ist. Die Autos weichen auf die Bürgersteige aus. Es wird zu schnell gefahren. Für eine schmale Wohnstraße ist die Verkehrsbelastung zu hoch. Für Kinder und Ältere wird der Verkehr zur Gefahr. Die Kennzeichen verraten, kaum ein Auto, das durch die Straße fährt, wird einem Anwohner gehören, viele Fahrzeuge tragen “GE”, “HER” oder “WAN”.

Im Rahmen ihrer Straßengestalter-Aktion haben die STADTGESTALTER sich vor Ort die Lage angeschaut, mit den Anwohnern geredet und ein Konzept erarbeitet, mit dem es möglich wäre, den Durchgangsverkehr aus der Kappskolonie zu verbannen. Weiterlesen

27 Jan

Sichere Radwege für die Königsallee

Die Königsallee braucht sichere Radwege. Da sind sich eigentlich alle Fraktionen in der Bochumer Politik einig. Die auf den Bürgersteig gepflasterten Radwege sind viel zu schmal, im schlechten Zustand, Radfahrer und Fußgänger kommen sich dauernd ins Gehege, eine sichere Überquerung der Kreuzungen ist für Radfahrer nicht möglich. In Teilen sind die Radwege auf dem Bürgersteig nicht mehr benutzungspflichtig, die Radfahrer weichen auf die Straße aus, es kommt zu Konflikten mit dem Autoverkehr.

Gutachten zu Radwegen liegt seit Februar 2018 vor, wird aber geheim gehalten

Also hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, wie sichere Radwege auf der Königsallee eingerichtet werden sollen, ohne dass der bestehende Verkehrsfluss auf der Königsallee spürbar eingeschränkt wird. Eine weitere Anforderung war, die Radwege sollen ohne große bauliche Änderungen, im wesentlichen nur mit Änderung der Markierungen eingerichtet werden.

Das Gutachten liegt der Stadt seit Februar 2018 vor. Doch die Verwaltung hält das Gutachten bis heute unter Verschluss, nur Rot-Grün und der Mobilitäsbeirat erhielten davon Kenntnis. Die Opposition musste sich mühsam eine Einsichtnahme erstreiten, durfte dann aber nicht mal Seiten daraus kopieren. Eine Stadtplanung mit Mindestansprüchen an Transparenz und Offenheit geht so nicht vor. Die Verkehrsplanung erfolgt entgegen alle Beteuerung in Bochum leider weiterhin undurchsichtig in Hinterzimmern von Politik und Verwaltung. Gutachten sind, sobald Sie vorliegen, der Politik zugänglich zu machen, damit diese gegebenenfalls weitere Prüfaufträge veranlassen und die Gutachten als Grundlagen für eigene Vorschläge nutzen kann. Die Zurückhaltung von Gutachten behindert die politische Arbeit.

Nach entsprechendem Druck der Opposition gibt die Verwaltung zumindest, einen Teil der Ergebnisse des Gutachtens in der Beantwortung eine Anfrage der CDU preis (Mitteilung 20183393), dort heißt es: “Das Gutachten schlägt vor, die jeweils zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung zu einer überbreiten Fahrspur mit Schutzstreifen für Radfahrer umzumarkieren. Vor den Lichtsignalanlagen soll eine Markierung in zwei Aufstellflächen erfolgen.” Weiterlesen

19 Jan

WATwurm droht an Untätigkeit der Verwaltung zu scheitern

Seit 2016 bemüht sich die Initiative für den Bau des WATwurms um die Realisierung des Projektes entlang der Fußgängerzone auf der Westenfelder Straße. Über eine Strecke von fast 150 m soll sich ein farbenfrohes bespielbares Mosaikkunstwerk durch die Innenstadt von Wattenscheid schlängeln. Gebaut von Wattenscheider Einwohnern, Vereinen und Initiativen und fachlicher Leitung des Künstlers Heinz Krautwurst. Der Künstler hat mit großem Erfolg bereits die Erstellung eines Spieldrachens in Bochum umgesetzt (Spieldrachenprojekt).

Alles steht für einen Start des WAT-Wurm-Projektes bereit

Die Geschäftsleute der Westenfelder Straße wurden für das Projekt gewonnen. Viele Wattenscheider Einrichtungen, Vereine und Schulen haben bereits Interesse bekundet beim Bau des WATwurms mitzuwirken. Der Künstler hat umfangreiche Skizzen und Kalkulationen erarbeitet (Entwürfe für den WATwurm), war deshalb bereits zweimal vor Ort und um das Projekt mit allen möglichen Beteiligten zu planen. Das Projekt wurde im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur Erstellung des Masterplans „Bewegtes und bespieltes Wattenscheid“ vorgestellt und sollte in den Masterplan aufgenommen werden. 650.000 Euro wurden im Masterplan für Projekte „Bespielbare Innenstadt“ bereitgestellt (Masterplan „Bewegtes und bespieltes Wattenscheid“). Davon sollte auch der WATwurm finanziert werden.

Die Bezirksvertretung Wattenscheid wollte zunächst am 03.07.18 darüber entscheiden, ob sie die Idee des WAT Wurmes unterstützt und die Verwaltung beauftragt, “die technische Realisierbarkeit des Projektvorschlages WAT-Wurm in der Wattenscheider Fußgängerzone zu prüfen und eine Finanzierung über das Budget des Masterplanes „Bewegtes und bespieltes Wattenscheid“ zu ermöglichen” (Vorlage 20181141)

Die Bezirksvertretung bekundete die Bereitschaft das Projekt zu unterstützen, sofern die Verwaltung bis zur Sitzung der Bezirksvertretung am 18.09.18 noch offene Grundstücksfragen, Leitungsverläufe, Feuerwehrzufahrten und eine Einbindung in ein Verkehrskonzept, was das bislang ungestörte rechtswidrige Befahren der Fußgängerzone verhindern soll, klären würde (Niederschrift zur Sitzung der Bezirksvertretung am 03.07.2018). Weiterlesen

12 Jan

Seilbahnen für das Ruhrgebiet

Nach Bochum, Wuppertal, Oberhausen, Düsseldorf, Ratingen, München, Stuttgart, Köln, Wiesbaden und Bonn sowie einigen anderen Städten wird jetzt auch in Dortmund über urbane Seilbahnen nachgedacht (Eine Seilbahn sollte Dortmunds Lösung bei der Verkehrswende sein, RN vom 07.01.19).

NRW will den ÖPNV- und Radverkehr ausbauen um den Autoverkehr zu halbieren

Der Druck auf die Städte über Alternativen zum Autoverkehr nachzudenken wird beständig größer. Das gilt besonders für das Ruhrgebiet. Die Straßenflächen sind erschöpft, weitere Flächen für zusätzliche Straßen oder Parkraum sind nicht vorhanden. Die Menschen stören sich an den Folgen des Verkehrs: Staus, zu viel Verkehrslärm, zugeparkte Geh- und Radwegen, zu viele Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer. Dazu kommt, der dringende Bedarf die Ziele der Luftreinhaltepläne zu erreichen um Fahrverbote zu vermeiden.

Doch gerade im Ruhrgebiet fehlt es an Alternativen zum Auto. Der ÖPNV wurde über Jahrzehnte vernachlässigt.In den meisten Kreisen und Städten des Ruhrgebietes werden immer noch über 60% der Wege mit dem Auto zurückgelegt, im Durchschnitt 53% (Umweltbericht Ruhr 2017) in deutschen Großstädten außerhalb des Reviers sind es in der Regel nur 30-40%.

Das Land NRW will den Pkw-Anteil in Ballungsräumen langfristig auf 25% reduzieren (ohne Zieljahr, Klimaschutzplan Nordrhein-Westfalen). Das Wuppertal Institut empfiehlt der Metropole Ruhr, dass bis zum Jahr 2035 jeweils ein Viertel aller Wege zu Fuß, mit dem Rad, mit dem ÖPNV und mit dem
Auto zurückgelegt werden sollen (Metropole Ruhr, Grüne Hauptstadt Europas).

Der gewünschte schnelle und deutliche Ausbau des ÖPNV-Netzes ist mit herkömmlichen Verkehrsmitteln nicht möglich

Wie will man diese Ziele erreichen ohne ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz? Weiterlesen

06 Jan

Selbst knallen oder Großfeuerwerk

Wie jedes Jahr zu Silvester haben in Bochum die Menschen das neue Jahr mit einem zünftigen Silvesterfeuerwerk begrüßt (Bochumschau Feuerwerk Silvester 2019 vor dem Schauspielhaus).

Einige lieben die Knallerei, andere können ihr nichts abgewinnen

Doch immer mehr Menschen können der privaten Knallerei nichts abgewinnen. Laut Radio Bochum hat die private Böllerei zu diesem Jahreswechsel abgenommen (Radio Bochum 02.01.2109). Vielen Einwohnern der Stadt ist die Böller zu laut, sie fühlen sich unwohl, fürchten um die Tiere, die mit dem Geknalle nicht zurecht kommen und monieren die ihrer Ansicht nach sinnlosen Ausgaben. Ist die Knallerei vorbei, beschweren sich viele, die Stadt sähe aus wie ein Schlachtfeld, der USB kann nicht überall gleichzeitig die Überreste der Feuerwerke beseitigen. Allein am Platz vor dem Schauspielhaus entsteht zum Jahreswechsel eine halbe bis ganze Tonne Silvestermüll (Radio Bochum 02.01.2019). Zudem weist das Umweltbundesamt
kritisch auf die hohen die hohen Feinstaubwerte zum Jahreswechsel hin. Dazu kommt es durch das Abfeuern der Raketen und Böller zu Sachschäden, im schlimmsten Fall zu Personenschäden. Weiterlesen

22 Dez

Drei Vorschläge für Gerthe

“Gerthe ist das Dorf in der Stadt!” zu diesem Ergebnis sind die Bürger in drei Workshops im Jahr 2017 gekommen, bei denen Ideen und Vorschläge für Verbesserungen im Stadtteil gesucht wurden (Handlungsleitfaden Gerthe)

Markt und Fußgängerzone sind die größten Baustellen

Gerthe hat fast alles, was ein Stadtteil braucht. Vieles erledigen die Menschen im Stadtteil, die Identifikation mit dem Stadtteil ist groß, es gibt eine gute kleinstädtischen und aktive Nachbarschaft. Fußgängerzone und Markt geben allerdings kein gutes Bild ab. Anders als die Bewohner eines Dorfes, kaufen viele Gerther nicht im Stadtteilzentrum ein. Sie treffen sich nicht dort und verbringen im Ortszentrum nur selten Zeit. Für diese Zwecke fährt man, in der Regel mit dem Auto, woanders hin, zu Discountern oder Einkaufszentren abseits der Wohngebiete oder in andere Stadtteile oder Städte. In der Folge veröden Markt und Fußgängerzone immer mehr. Leerstände prägen das Bild. Der Wochenmarkt hat gerade noch drei Stände (Gerthe – Defizite und Entwicklungsschwerpunkte).

Gerthe-West: 800 bis 1.000 neue Einwohner für Gerthe

Zum Einzugsbereich von Gerthe gehören auch die Wohngebiete im Nordwesten von Hiltrop, die direkt an das Gerther Stadtteilzentrum grenzen. Hier an der Grenze zu Gerthe soll nunmehr ein Wohngebiet mit 800 – 1.000 Menschen entstehen (Wohnbaufläche Gerthe-West). Die geplanten Neuansiedlungen war 2017 leider nicht Gegenstand der Bürgerworkshops, obwohl diese die Entwicklung von Gerthe wesentlich beeinflussen werden. Viele Bürger wenden sich jetzt gegen die geplante Bebauung, weil sie eine großflächige Vernichtung von Grün- und Freiflächen befürchten. Die Bebauung muss also zusammen mit den Bürgern vor Ort geplant werden. Wichtig ist auch, dass dabei Gerthe und die angrenzenden Wohngebiete in Hiltrop als ganzes betrachtet werden und der Handlungsleitfaden von 2017 weiter entwickelt wird.

Auch müssen weitere Maßnahmen entwickelt werden, die insbesondere eine Belebung von Markt und Fußgängerzone zur Folge haben. Nachdem der Erhalt des Verwaltungsgebäudes Lothringen gelungen ist und der Neubau des Schulzentrums auf den Weg gebracht wurde, muss dieses Problem dringend angegangen werden. Die Im vorliegenden Handlungsleitfaden aufgelisteten Maßnahmen werden dazu nicht ausreichen. Die Probleme Müssen grundlegender angepackt werden. Weiterlesen