13 Aug

Arbeitsplätze schaffen oder Grünzüge erhalten

Wenn Bochum Schlagzeilen macht, dann leider immer wieder wenn Unternehmen die Stadt verlassen, kaum weil sich mal ein Unternehmen neu ansiedelt, entsprechend sinkt die Wirtschaftsleistung der Stadt seit Jahrzehnten und auch die hohe Arbeitslosigkeit lässt sich so nicht senken. Seit Jahrzehnten fehlt es besonders an geeigneten Flächen, auf denen sich neue Unternehmen ansiedeln könnten.

Tuxyso

Ehemaliges Opelwerk 1 (Foto: Tuxyso)

Ausgangslage bei Wohn- und Gewerbeflächen

Bei Wohnimmobilien sieht es nicht anders aus. Menschen, die Ausschau halten nach Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser oder preisgebundenen großen Wohnungen, suchen diese in Bochum meist vergeblich. Sie ziehen also in die Nachbarstädte. Bochum verliert daher seit Jahren Einwohner in sämtliche Nachbarstädte außer Gelsenkirchen. So gehen der Stadt besonders Einwohner verloren, die in der Stadt Steuern zahlen würden.

Über Jahrzehnte hat die Politik die Probleme schlicht ignoriert. Es wurden einfach keine Flächen für die erforderlichen Ansiedlung bereitgestellt. Der Bedarf hat die politisch Verantwortlichen nicht interessiert. Das zeigt sich daran, dass viel zu wenige alte Industrieflächen saniert wurden. Immer noch verfügt Bochum über viel zu viele Flächen, auf denen kein neues Gewerbe angesiedelt werden kann, weil die erforderliche Sanierung und Erschließung fehlt. Der Strukturwandel wurde schlicht verschlafen, die dafür notwendigen Maßnahmen unterlassen. Weiterlesen

08 Aug

Mit der Seilbahn virtuell durch Bochum fahren

Wollen Sie mal mit der Seilbahn über Bochum von der Innenstadt zur RUB fahren oder von der RUB nach Langendreer, von der Innenstadt in den Ruhrpark oder zum Kemnader See?

Das ist jetzt zumindest virtuell möglich. Die STADTGESTALTER haben die von ihnen vorgeschlagenen Fahrtstrecken (Seilbahnidee) jetzt mit Google Earth visualisiert.

Viel Spaß!

Innenstadt – RUB

Los geht es in der Innenstadt am Busbahnhof über Altenbochum zum Ostpark, wo in naher Zukunft 1.000 Wohnungen entstehen sollen. Nächste Station ist das ehemalige Opel Werk I, das gerade abgerissen wird und jetzt als Mark 51°7 bezeichnet wird. Dort werden in den nächsten Jahren neue Unternehmen angesiedelt. Die nächste Station ist die Hustadt. Von da aus geht es weiter zur Bochumer Hochschule und dann zur RUB.

Die Fahrt ist 7,37 km lang. Es wird ein Höhenunterschied von 41 m überwunden.

Die Seilbahnverbindung dient dazu die U35 zu entlasten, die aktuell den Verkehr zu Stoßzeiten kaum mehr bewältigen kann. Die Seilbahnstrecke stellt eine zweite Fahrmöglichkeit zwischen Innenstadt und RUB dar. Die zukünftigen Einwohner des Ostparks sowie die in der Nähe liegende Evangelische Fachhochschule erhalten eine direkte ÖPNV-Anbindung an die Hochschulen und die Innenstadt. Die Opelflächen werden direkt an Hochschule und RUB angeschlossen, damit sich dort uninahe Unternehmen ansiedeln. Weiterlesen

06 Aug

Schulpolitik am Ende

Am baulichem Zustand und der Ausstattung der Schulen einer Stadt kann man ablesen, welchen Stellenwert für Politik und Verwaltung die Zukunft ihrer Stadt besitzt.

In dieser Hinsicht geben Bochum und Wattenscheid ein trauriges Bild ab. Bei den Schulen besteht ein Sanierungsbedarf von mehren hundert Millionen Euro. Zustand und Ausstattung vieler Schulen sind beschämend und peinlich.

Ein Beispiel für den erschreckenden Zustand Bochumer Schulen ist das Gerther Schulzentrum. Im Schuljahr 1976/77 wurde der neu erbaute Schulkomplex bestehend aus Anne-Frank-Realschule und Heinrich-von-Kleist-Gymnasium bezogen. Eine systematische Instandhaltung zur Erhaltung der Bausubstanz gab es nie. Heute sind die Gebäude schrottreif. Der teilweise bis vollständige Abriss wird diskutiert. Eine fach- und sachgerechte Sanierung allein dieses Schulkomplexes würde die Stadt mindestens 20-35 Mio. kosten.

Der Zustand des Gerther Schulzentrums zeigt, wie das Neue Gymnasium voraussichtlich in 40 Jahren aussehen wird.

Auch in die Ausstattung der Schulen ist seit dem Bau kaum investiert worden. Das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium braucht schon lange neue naturwissenschaftliche Räume, die aktuelle Ausstattung stammt noch von 1976. Ob und wann die dringend erforderliche Modernisierung endlich in Angriff genommen wird, steht jedoch weiterhin in den Sternen. Weiterlesen

16 Jul

Openair-Kino und Public-Viewing in allen Stadtteilen

Um die Stadtteilzentren neu zu beleben, brauchen sie neue Anziehungspunkte, die die Menschen auf die zentralen Plätze ihrer Stadtteile locken.

woolw-projektionDiese Überlegung war der Ausgangspunkt für einen neuen Vorschlag der STADTGESTALTER: Jeder Stadtteil soll eine großformatige Projektionsfläche erhalten die für Openair-Kino, die Projektion von Kunstinstallationen oder historischen Stadtansichten sowie für Public-Viewing-Events genutzt werden kann.

Je nach Stadtteilzentrum können entsprechende feste Projektswände an Stadtteilplätzen aufgebaut werden oder fensterlose Häuserfassaden genutzt werden (Mögliche Standorte).

Für Wattenscheid haben die STADTGESTALTER eine besondere Idee entwickelt: Die fensterlose Fassade des Woolworthgebäudes am Platz vor der Friedenskirche mitten in der Innenstadt, passt nicht zu den Gründerzeitfassaden, die sonst die Wattenscheider Innenstadt prägen. Sie ist hässlich (Ansicht Woolworth-Gebäude heute). Weiterlesen

09 Jul

Idee: Alternative Anbindung Opel II/ III

Die Stadt Bochum braucht dringend neue Gewerbeflächen. Über Jahre wurde die Bereitstellung entsprechender Fächen versäumt (lokalkompass vom 23.01.16). Derzeit fragen Unternehmen Flächen an, müssen aber abgewiesen werden, weil die Wirtschaftsförderung über die nachgefragten Flächen nicht verfügt. Ein untragbarer Zustand für eine Stadt, deren Wirtschaftskraft sinkt und deren Arbeitslosigkeit weiter steigt.

Es ist allerhöchste Zeit neue Gewerbeflächen zu aktivieren. Damit keine städtischen Freiflächen aufgegeben und dafür Grünzüge beschnitten werden müssen, sollten bevorzugt Brachflächen, auf denen schon früher Industrie oder Gewerbe bestand, so hergestellt werden, dass sie für neue Gewerbebetriebe nutzbar werden.

opelflächen II-IIIBei Teilen der Flächen der ehemaligen Opelwerke II und III in Langendreer handelt es sich genau um solche Brachflächen, auf denen potentiell neue Unternehmen angesiedelt werden könnten (Mögliche Gewerbeflächen). Die städtische Wirtschaftsförderung geht davon aus, dass 18 ha dieser Flächen kurzfristig neu entwickelt und weitere 57 ha mittel- bis langfristig bereitgestellt werden können. Dazu gehört dann auch der Güterbahnhof südlich von Werk III.

Jedoch ist die verkehrliche Erschließung der Flächen nicht ganz einfach. Um zu den Flächen zu kommen, muss der Verkehr aktuell durch Somborn oder Langendreer fahren. Für die Anwohner von Haupt- und Provinzialstraße (B235) ist der Verkehr insbesondere aufgrund des damit verbundenen Lärms schon heute ein Ärgernis. Weiterlesen

02 Jul

Farbenfroher Wurm soll sich durch Wattenscheid schlängeln

Über eine Strecke von fast 150 m soll sich ein farbenfrohes Mosaikkunstwerk durch die Innenstadt von Wattenscheid schlängeln, dass ist ein neuer Vorschlag der STADTGESTALTER: der sogenannte WATwurm.

WATwurmBerühmte Vorbilder für die Gestaltung des Wurms mit bunten Mosaikfliesen finden sich zum Beispiel im von Gaudi gestalteten Park Guell in Barcelona. Aber auch in Bochum im Appolonia-Pfaus-Park (Drabo Feuerstuhl, Spieldrache Bochum). Dort waren die STADTGESTALTER bereits maßgeblich an der Realisation einer ähnlichen Skulptur beteiligt. Zusammen mit dem Künstler Heinz Krautwurst, der Drusenberg-Schule, Bochum packt an und vielen Bürgern der Stadt wurde dort ein Spieldrache erbaut, der heute viele Kinder erfreut (Videodokumentation Bochumschau, Bau des Spieldrachen).

wattwurm-verlauf

Möglicher Verlauf WATwurm (Foto: Luftbild Geoportal NRW)

Als neue Attraktion der Wattenscheider Innenstadt soll sich der bunte Wurm in der Fußgängerzone der Innenstadt über die gesamte Länge der Westenfelder Straße schlängeln. Er beginnt an der Bahnhofstraße und endet auf dem Platz vor der Friedenskirche. Über die ganze Strecke taucht er immer wieder aus dem Boden auf und verschwindet wieder darin. Mal soll er als großzügige Sitzbank Passanten zum Verweilen einladen, mal als Kletter- und Spielobjekt für Kinder dienen. Folgerichtig führt er auch an der „Kleinen Raupe“ vorbei, dem Spielwarengeschäft in Wattenscheid. Er soll Blickfang, Attraktion und die prägende Gestaltungslinie der Westenfelder Straße werden.
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25 Jun

2017 droht der Nothaushalt

Die neuen Daten des Grünen Kämmerers Manfred Busch zur aktuellen Finanzlage der Stadt sind erschreckend: Statt den mit der Bezirksregierung vereinbarten 46,8 Mio. neuen Schulden, wird die von der Stadt für 2017 geplante Schuldenaufnahme nach den aktuellen Schätzungen bei 82,2 Mio. liegen (Mitteilung 20161458).

Nothaushalt droht

abgrundDie bittere Folge für die Stadt: Bei überplanmäßigen Schulden von 35,4 Mio (+43%) würde die Kommunalaufsicht den Bochumer Haushalt nicht genehmigen. Erneut käme es zu einem Nothaushalt und Bochum würde von der Bezirksregierung wie schon 2009-2011 unter finanzielle Zwangsverwaltung gestellt.

Neben dem ungebremsten Wachstum der städtischen Ausgaben gibt der Kämmerer folgende Gründe für die sich weiter verschärfende finanzielle Schieflage an:

Die energiewirtschaftlichen Investitionen der Rot-Grünen Koalition sind, wie von der Opposition vorausgesagt, gescheitert. Der Kämmerer listet die daraus folgenden Verluste für 2017 wie folgt auf (Mitteilung 20161458): Die fehlende RWE-Dividende kostet die Stadt 4 Mio. Die von den Stadtwerken erwarteten Ausschüttungen treten nicht ein (2017: 2,5 Mio, 2019: -8,5 Mio.). Dem städtischen Unternehmen ewmr muss die Stadt aufgrund der Fehlinvestitionen, insbesondere in das Kraftwerk Lünen mit 9 Mio. unter die Arme greifen. Weiterlesen

18 Jun

Wattenscheid könnte mit Studentenexpress zur Studentenstadt werden

Was fehlt der Wattenscheider Innenstadt? Junges Publikum, attraktive Geschäfte, die nicht zu Billigketten gehören und mehr spannende Gastronomie. Da waren sich engagierte Wattenscheider Bürger und die STADTGESTALTER einig, die sich am 11.06. zu einem Rundgang durch die Wattenscheider Innenstadt getroffen hatten, um neue Ideen für Wattenscheid zu entwickeln.

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Studentenexpress, Foto: Minseong Kim

Die Voraussetzung für attraktive Geschäfte und weitere spannende Gastronomie, ist mehr junges Publikum in Wattenscheid. Studierende könnten die Innenstadt beleben. In Studentenstädten gibt es eine Vielzahl von Geschäften, Cafés und Restaurationen, deren Angebote sich besonders an Studenten richten, die aber auch alle anderen Einwohner zu schätzen wissen. Für solche Angebote wäre die Wattenscheider Innenstadt eigentlich ein idealer Ort. Hier gibt es genug verfügbare Ladenlokale, eine weitläufige Fußgängerzone, Plätze und Wohnmöglichkeiten in direkter Nähe zur Fußgängerzone. Die Innenstadt hat also das Potential langfristig das urbane Zentrum einer Studentenstadt werden.

Für Studenten muss alles schnell fußläufig erreichbar sein. Studenten ziehen da hin, wo die Wege zwischen Wohnung, Einkaufsbereichen und Freizeitangeboten kurz sind. Die meisten Studenten haben kein Auto oder benutzen es nur wenig. Nur 16% der Studenten fahren die RUB mit dem Auto an (Mobilitätsstudie RUB). Weiterlesen

14 Jun

Gewerkschaft verbittet sich Kritik an der Stadtverwaltung

Statt konstruktive Lösungsvorschläge zu machen, verbittet sich die Gewerkschaft komba jetzt Kritik an der Stadtverwaltung in öffentlichen Foren (WAZ vom 14.06.2016).

Foto: Stadt Bochum

Foto: Stadt Bochum

Die Gewerkschaft will die Kritik der Bürger und besonders der Ratsmitglieder an der Stadtverwaltung verhindern und stellt die sachliche Kritik der STADTGESTALTER (Beitrag vom 20.05.16) an der Verwaltung so dar, als würden die Verwaltungsmitarbeiter dadurch „fertig gemacht“.

Die STADTGESTALTER nehmen dazu wie folgt Stellung:

Die STADTGESTALTER haben immer wieder drei Dinge gefordert, damit die Bürgerbüros endlich wieder ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen können:

Die Aufstellung eines Personalentwicklungskonzepts statt des Personalkostendeckels (Antrag vom 22.01.15)
Die Digitalisierung der Verwaltung (Antrag vom 27.08.15), z.B. Bereitstellung von Online-Diensten im Bürgerbüro (Bewohnerparkausweise, Ummeldung via Internet etc.)
Die Wiedereinführung von Spontanterminen neben den Online- oder Telefonterminen Weiterlesen

11 Jun

Neue Pläne für den Radschnellweg und ein Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll in wenigen Jahren alle Städte zwischen Duisburg und Hamm (RS1 im Internet) verbinden, also auch Bochum und Wattenscheid mit Essen und Dortmund. Doch der Radschnellweg hat nicht nur überregionale Bedeutung. Er wird auch stadtintern ein wichtiges Element des Radverkehrsnetzes sein. So verbindet er Werne, Langendreer, Kornharpen, Goldhamme, Stahlhausen, Leithe, die Südfeldmark und das Ehrenfeld untereinander und mit dem Bochumer Zentrum. Der RS1 stellt ebenfalls das fehlende Bindeglied zwischen Erzbahntrasse und Springorum Radweg dar. Über diese ebenfalls kreuzungsfreien Radwege werden weitere Stadtteile im Norden und Süden der Stadt an das Bochumer Zentrum angebunden.

rs1-hbf-5In Bochum wird der Radschnellweg damit sozusagen zum Backbone des zukünftigen Bochumer Radwegenetzes, denn er wird auch den Hauptbahnhof radtechnisch erschließen.

Leider sehen die bisherigen Planungen aus der Machbarlkeitsstudie des RVR im Bereich des Bahnhofes eine recht umständliche und wenig überzeugende Streckenführung vor (grüne Linie im Plan). Nach den bisherigen Planungen des RVR soll der RS1 vom S-Bahnhof Bochum-Ehrenfeld südlich der Gleisanlagen bis zur Hermannshöhe geführt wird, dann weiter entlang der Ferdinandstraße durch den Kortumpark bis zur Lohring-Brücke. Damit die Radfahrer kreuzungsfrei über die Universitäts- und die Wittenerstraße kommen, müssen am Beginn wie am Ende der Ferdinandstraße Brückenbauwerke mit langen Rampen entstehen. Diese sind teuer und werden sich nur schwer in das Stadtbild einfügen lassen. Auch wird eine direkte Zufahrt bis zum Südeingang des Hauptbahnhofes über das Parkhaus Buddenberplatz schwierig sein. Weiterlesen