16 Sep

Vorschläge zur Nachbesserung des ISEK-Laer

Endlich soll Laer ein neues Stadtteilzentrum erhalten. Der Stadtteil, der in Bochum synonym steht für städtebauliche Fehlplanungen (Die Vernichtung des Stadtteilzentrums von Laer), soll im Rahmen eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK-Laer) ein neues Gesicht bekommen.

Die Vernichtung des alten Stadtteilzentrums Laer

In den 60er und 70er-Jahren wurde unter dem Stichwort Flächensanierung auch in Laer nichts anderes als eine Kahlschlagsanierung durchgeführt. Der Kern von Laer wurde abgerissen, stattdessen eine gewaltige Schneise für die neue Wittener Straße quer durch das alte Gemeindezentrum geschlagen. Die evangelische Kirchengemeinde samt beider Pfarrhäuser fiel dem Autobahnzubringer A44 zum Opfer (siehe Skizze). Wo früher die Menschen von Laer einkauften, ergießt sich heute der Autoverkehr über eine 4-spurige kaum zu überquerende Straße in die Stadt.

Planungen für ein neues Stadtteilzentrum

Neues Stadtteilzentrum, Planungsvarianten A und B

Jetzt, vier Jahrzehnte später, sollen die Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Die Wittener Straße soll wieder zurück gebaut werden. Auf der Westseite von Laer entsteht auf den Opelflächen ein neues Stadtquartier, das auch gleichzeitig Innovationscampus der Ruhr-Universität (RUB) werden soll. Vom Lahariplatz soll eine neue Straßenachse über die Wittener Straße in das Innovationsquartier führen. Hier entlang soll sich das zukünftige Stadtteilzentrum erstrecken. Die bisher vorliegenden Planungsansätze (Plan Variante A und B) dazu sind noch sehr unscharf und können nicht überzeugen, aber, ausgehend vom Lahariplatz, ein neues Stadtteilzentrum für Laer zu planen, ist folgerichtig. Weiterlesen

22 Okt

RUB + Gründerszene + Seilbahn + Science-Center = Innovatives Stadtquartier

Die Ruhr-Universität will auf einem wesentlichen Teil der ehemaligen Opelflächen in Laer ein Wissenschafts-, Technologie- und Gründerquartier aufbauen. Eine sehr gute Nachricht für Bochum.

Innovationsquartier auf den ehemaligen Opelflächen

Innovationsquartier auf den ehemaligen Opelflächen

Der Schritt der Universität ist konsequent. Nicht zuletzt aufgrund des Denkmalschutzes hat die RUB kaum mehr Entwicklungsmöglichkeiten auf dem angestammten Campus. Auch der Bezug des alten Wollschläger-Gebäudes soll nur eine Zwischenlösung sein.

Aus Sicht der RUB macht es Sinn ihre zukünftigen Forschungs- und Innovationsaktivitäten, insbesondere der Ingenieur- und Naturwissenschaften an einem Ort zu konzentrieren. Dieses Ziel aber ist mit der Anmietung von über die Stadt verteilten Gebäuden kaum vereinbar. Folgerichtig suchte die RUB einen zentralen Standort, an dem es zudem möglich sein sollte, mit forschenden und entwickelnden Unternehmen auf demselben Gelände eng zusammen zu arbeiten.

Genau für diesen Zweck sind die ehemaligen Opelflächen ideal. Auch will die RUB nicht das Quartier alleine entwickeln. Die Hochschule Bochum sowie alle weiteren technischen Zweige von Hochschulen in Bochum und die Technischen Universität Dortmund sind ebenfalls eingeladen sich auf dem Gelände auszubreiten. Weiterlesen