06 Jul

Rottstraße könnte Streetpark werden

Die Rottstraße ist heute einer der trostlosesten Straßen in ganz Bochum. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes für die Innenstadt (ISEK) soll sie neu gestaltet werden. Die STADTGESTALTER legen einen ersten Vorschlag dazu vor (Plan zu Streetpark-Vorschlag).

Rottstraße wird für den Autoverkehr nicht benötigt

Bisher wird die Rottstraße als Abkürzung von der Alleestraße zum Innenstadtring benutzt. Allerdings gibt es eigentlich keinen Grund warum der Verkehr nicht weiter auf der Alleestraße bis zum Ring laufen sollte, statt die letzten 300 m über die Rottstraße zu fließen. Bei entsprechend ausgebauten Rechtsabbiegefahrspuren von der Alleestraße zum Ring inklusive verbesserter Ampelschaltung könnte der Verkehr auch bis zum Innenstadtring auf dieser Straße bleiben.

Damit bestünde die Möglichkeit die Rottstraße vom Verkehr zu entlasten. Die STADTGESTALTER hatten bereits vorgeschlagen über die Rottstraße den Radschnellweg (RS1) zum Südring zu führen (Radschnellweg über Rottstraße und Südring vom 08.09.18), jetzt legen sie einen Entwurf zur Neugestaltung für die Rottstraße vor.

Von der Straße zum grünen Streetpark

Die Grundidee: Die Rottstraße soll zu einem grünen Streetpark umgestaltet werden, der den Westpark mit der Innenstadt verbindet. Der Park soll so gestaltet werden, dass er zu einem Treffpunkt und Spielort für junge Menschen wird (Plan zu Streetpark-Vorschlag).

Fahrradstraße

Die Rottstraße wird nach Vorstellung der STADTGESTALTER zur Fahrrad- und Spielstraße und ist nur noch Abschnittsweise für Anwohner mit dem Auto befahrbar. Die Straße würde als Fahrradstraße ausgeschildert, dazu sehen die Pläne der STADTGESTALTER vor, dass die jetzige Fahrbahn zurück gebaut wird, stattdessen eine neue Fahrbahn für einen Zweirichtungradweg entsteht (Plan zu Streetpark-Vorschlag). . Auf diesem haben die Radfahrer Vorrang, Anwohner die zu Stellplätzen fahren wollen, sind verpflichtet sich dem Radverkehr anzupassen und Behinderung oder Gefährdungen von Radfahrern zu vermeiden. Parkplätze würden jeweils nur noch auf einer Seite der Straße verbleiben, diese sollten für Anwohner reserviert werden. Ersatz für die wegfallenden Parkplätze entsteht in einem Quartiersparkhaus an der Diekampstraße. Dort können auch Gäste und Kunden der Kneipen, Geschäfte und Theater der Rottstraße ihr Autos abstellen.

Ausstattung mit Elementen für Skateboarder und BMX-Fahrer

So verbleibt entlang der Rottstraße ein 10 bis 13 Meter breiter und 380 Meter langer Streifen der als Park mit vielfältigen Sitzgelegenheiten und diversen Gestaltungsobjekten ausgestattet werden kann. Die STADTGESTALTER schlagen vor, die entsprechenden Element so in den Park einzubauen, dass sie sich von Skatern- und BMX-Fahrern befahren lassen. Die Rottstraße ist vom Innenstadtring bis runter zur Annastraße leicht abschüssig und bietet daher für Skater und BMX-Fahrer ein ideales Spielfeld. Es bietet sich also an den Park mit diversen Treppen, Railings, Anläufen, Rampen, A-Frames und ähnlichen Elementen auszustatten. Allerdings soll auf der Rottstraße kein Skatepark entstehen. Die Gestaltung soll sich auf den ersten Blick nicht von der eines normalen Parks unterscheiden, die Parkmöblierung sollte lediglich für die beschriebenen Aktivitäten nutzbar sein.

Die Rottstraße soll sich in einen Park verwandeln, das bedeutet eine entsprechende Gestaltung mit Bäumen, Büschen, Beeten und Grünflächen. Besonders wichtig, es muss viele Sitzgelegenheiten geben, von denen Interessierte die Fahrversuche und Stunts der Skater und BMX-Fahrer beobachten könne (Visualisierung Streetpark Rottstraße).

Zentraler Treffpunkt im Viertel

Die Rottstraße soll nach den Überlegungen der STADTGESTALTER zum zentralen Treffpunkt im Viertel werden. Hier trifft man sich.Auf der Rottstraße ist immer was los, hier könnte auch einmal im Jahr ein Skaterfestival stattfinden. Das Viertel rund um die Rottstraße, in dem heute schon viele Studenten wohnen, würde sich weiter entwickeln zu einem Wohnort, in dem sich besonders junge Menschen wohl fühlen, nah zur Innenstadt, mit entsprechendem Flair, kultigen Kneipen und einem grünen Streetpark im Zentrum.

Anwohner und Nutzer entscheiden über die Gestaltung des Streetparks

Die Gestaltung des Streetparks sollte nach Vorstellung der STADTGESTALTER von den zukünftigen Nutzern übernommen werden. Das sind die Menschen, die schon im Viertel wohnen, die dort ein Geschäft, eine Kneipe, ein Theater oder ähnliches betreiben und diejenigen, die später den Park für Ihre Aktivitäten nutzen sollen, also Skateboarder und BMX-Fahrer. Beachtet werden muss, dass von dem Park kein übermäßiger Lärm für die Anwohner ausgehen soll, die sind durch die Straße zwar aktuell einiges gewohnt, sollten durch den Streetpark aber keinesfalls noch mehr belastet werden.

Im nächsten Schritt werden die STADTGESTLTER ihren Vorschlag im Rahmen des ISEK-Prozesses zu dem angedachten Projekt zur Umgestaltung der Rottstraße einbringen.

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