16 Jun

1.193 Unterschriften für das Bürgerbegehren WATwurm

1.193 Wattenscheider haben für das Bürgerbegehren WATwurm unterschrieben. Die Initiative WATwurm und die STADTGESTALTER bedanken sich für die vielen Unterschriften. Trotzdem reichen die Unterschriften nicht, das beabsichtigte Bürgerbegehren für den WATwurm auf den Weg zu bringen. 2.255 Unterschriften wären notwendig gewesen (Bürgerbegehren WATwurm, 16.03.19).

Nächster Schritt, Anregung nach §24 Gemeindeordnung NRW

Plan der Verwaltung für den WATwurm

Jetzt werden die STADTGESTALTER mit der Unterstützung der 1.193 Unterschriften bei der Bezirksvertretung (gem § 24 GO NRW) erneut anregen, dass das Projekt im Rahmen des Programms “Bewegtes und Bespieltes Wattenscheid” als eine von vier Spielstation für die Innenstadt umgesetzt wird. 650.000 Euro stehen für die vier Spielstationen bereit. 118 bis 173.000 Euro würde der WATwurm je nach Bürgerbeteiligung in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Form kosten. Gebaut werden sollte der WATwurm von Wattenscheider Bürgern und Schülern unter der Anleitung von vier Künstlern (Bürgerbeteiligungsprojekt WATwurm, 29.06.18)) in 7 Segmenten a 5 m entlang der Fußgängerzone an der Westenfelder Straße (Plan WATwurn).

Bezirksvertretung Wattenscheid ist an der Entwicklung der Innenstadt desinteressiert

Leider sieht es nicht so aus, als würde die Bezirksvertretung dem Projekt diesmal zustimmen. Schaut man sich Wattenscheider Innenstadt an, so ist nicht zu erkennen, dass die Bezirksvertretung in den letzten drei Jahrzehnten ein einziges Projekt auf den Weg gebracht hätte, dass auch nur ansatzweise geeignet gewesen wäre den fortschreitenden Niedergang zu stoppen. Offenbar herrscht schon seit Jahren ein völliges Desinteresse an der Entwicklung der Stadt. Nichtmal das Falschparken in der Fußgängerzone bekommt die Stadt unter Kontrolle.

Innenstadt Wattenscheid, Kinder unerwünscht

Die trostlosen Spielgeräte an der Friedenskirche (Fotos) zeigen beispielhaft, wie ideenlos und unambitioniert die Politik in Wattenscheid seit Jahrzehnten agiert und den Niedergang geschehen lässt. Besucher gewinnen angesichts der lieblos aufgestellten phantasielosen Spielgeräte den Eindruck, als seien Kinder in der Wattenscheider Innenstadt unerwünscht.

Die meisten Wattenscheider sind uninteressiert oder desillusioniert

Bei der Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren WATwurm zeigte sich leider, dass die Mehrheit der Wattenscheider an der Entwicklung der Stadt uninteressiert ist, viele andere haben die Hoffnung aufgeben, dass in Wattenscheid nochmal etwas Positives auf den Weg gebracht wird. Die meisten, die in der Stadt leben, interessiert nicht mehr, was in der Stadt passiert, entweder ist es ihnen egal oder sie sagen, es würde eh nichts passieren, da die Politik ihre Versprechungen ohnehin nicht halten würde.

Mindestens 1.193 Menschen sehen das anders und haben das mit ihrer Unterschrift gezeigt, Diese Menschen möchten, dass in ihrer Innenstadt endlich etwas geschieht und die Bürger über diese Entwicklung mitentscheiden.. Diese Menschen haben es verdient, dass in Wattenscheid weiter versucht wird, Projekte auf den Weg zu bringen, die geeignet sind die Innenstadt aufzuwerten. Die STADTGESTALTER setzen sich weiter dafür ein, dass sich mehr Einwohner für ein besseres Wattenscheid engagieren und es nicht allein der Politik überlassen bleibt, wie es mit Wattenscheid weitergeht. Denn schaut man sich die Stadt an, so hat die Politik außer viel heißer Luft in Wattenscheid in den letzten Jahrzehnten so gut wie nichts Zustande gebracht.

Was geschieht mit den 650.000 Euro für die vier Spielstationen für die Innenstadt Wattenscheid?

Unklar ist, ob die von der Stadt für 650.000 Euro bereit gestellten vier Spielstationen für die Innenstadt überhaupt abgerufen werden. Eigentlich sollten die Planung für die vier Spielstationen bis Frühjahr 2019 vorliegen. Eine Bürgerbeteiligung dazu ist nicht erfolgt, Pläne und Vorschläge sind keine bekannt. Die bereitstehenden Fördermittel wurden bisher nicht beantragt. Auch gibt es keine Wattenscheider Initiative außer der Initiative WATwurm, die einen Vorschlag für eine Spielstation gemacht hat.

Wird das Projekt aus dem Masterplan nicht umgesetzt, werden die 650.000 Euro in einer andere Stadt bzw. einem anderen Stadtteil ausgegeben. Im Gegensatz zu Wattenscheid, sind andere Stadtteile sehr daran interessiert ihre Stadtteilzentren durch spannende Spielplätze für Familien und Kinder attraktiv zu machen und nehmen das Geld gerne.

Die STADTGESTALTER prüfen gleichzeitig, in wieweit das WATwurm-Projekt auch in einem anderen Stadtteil umgesetzt werden könnte. Interesse gibt es, Finanzierung und Realisierung müssen ggf. geklärt werden.

Für die Wattenscheider Innenstadt planen die STADTGESTALTER eine neue Spielstation vorzuschlagen. Bereits vorgeschlagen hatten die STADTGESTALTER einen Spielplatz auf dem August-Bebel-Platz.

2 Gedanken zu „1.193 Unterschriften für das Bürgerbegehren WATwurm

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich glaube das Desinteresse rührt von einem ganz anderen Problem.
    Ich kenne die Wattescheider Innenstadt noch als pulsierende Einkaufsstraße.
    Leider nahm der Zuzug von türkischen und anderen Gruppen erhöhte Ausmaße an und verdrängte die einheimische Käuferschicht. Nutzlose Geschäfte und unerwünschtes Publikum gaben der Stadt den Rest. Diesen Zustand umzukehren ist sehr schwer aber machbar. Eine gesunde Infrastruktur und lukrative Arbeitsplätze ist wichtiger als Prestigeobjekte. Das wird ihnen der Wattenscheider immer wieder zeigen.
    MfG
    Ingo Höhn

  2. Der Zuzug von türkischen und anderen Gruppen hat nicht die einheimische Käuferschicht verdrängt. Die Wattenscheider haben sich wie alle im Ruhrgebiet ins Auto gesetzt und sind vermehrt in die Discounter und Einkaufszentren abseits der Wohngebiete gefahren.

    Dadurch brachen die Kunden in der Innenstadt weg, die Geschäfte lohnten sich nicht mehr und machten zu. Diejenigen, die die Entwicklung von Wattenscheid nicht mehr länger mit ansehen wollten, zogen Weg. Der Zustand der Stadt ist auch nicht geeignet andere Menschen dazu zu bewegen nach WAT zu ziehen.

    Diese Zustand lässt sich nicht umkehren so lange die große Mehrheit der verbliebenen Wattenscheider an der Entwicklung der Stadt desinteressiert ist. Daher müssen wir die Wattenscheider zunächst einmal wieder für ihre Stadt und deren Zukunft interessieren. Das ist die Voraussetzung für alles andere.

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