22 Jun

Attraktivierung Stadtgarten Wattenscheid

Der Stadtgarten Wattenscheid, da sind sich Bürger, Politik und Verwaltung einig, muss dringend wieder auf Vordermann gebracht werden. Lange wurde nur das Nötigste getan. An vielen Stellen besteht Handlungsbedarf. Die Stadt stellt im Rahmen des ISEK Wattenscheid jetzt Geldmittel bereit um die erforderlichen Maßnahmen in Angriff zu nehmen.

Zusammen mit Mitgliedern der Initiative Stadtgarten haben die STADTGESTALTER daher ein Konzept mit 15 Ideen und Vorschläge entwickelt, wie sich der Stadtgarten bis 2022 attraktiver gestalten ließe

Stadtgarten-Manager

Vor allem anderen muss die Pflege und Instandhaltung des Parks deutlich verbessert werden. Abfallbehälter müssen schneller geleert, dringende Reparaturen, wie die der Pumpe des Brunnens, schneller veranlasst und vorgenommen werden.

Die Pflege und Instandhaltung muss planmäßiger und koordinierter erfolgen. Deshalb schlagen die Initiative Stadtgarten und die STADTGESTALTER vor, dass die Stadt einen Stadtgarten-Manager ernennt, der alle erforderlichen Arbeiten veranlasst, koordiniert und als Ansprechpartner regelmäßig und verlässlich zu festgelegten Zeiten vor Ort ist. Wattenscheider, Stadtgarten-Initiative und Stadtgarten-Manager können dann im direkten Kontakt besprechen, was wann wo im Stadtgarten zu tun ist und zu welchem Termin welche Maßnahmen von der Stadt, ggf. mit Unterstützung der Initiative, angegangen werden.

15 Vorschläge zur Aufwertung des Stadtgartens

Zusätzlich haben Mitglieder der Stadtgarten-Initiative zusammen mit den STADTGESTALTERn die folgenden 15 Ideen und Vorschläge zur Attraktivierung des Stadtgartens ausgearbeitet (Stadtgarten-Plan mit Vorschlägen):

1 – Verwilderte Randbereiche, Die Randbereiche des Stadtgartens, besonders im Norden, Westen, Osten des Stadtgartens sollen naturbelassen bleiben und als Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen dienen. Unter den Pflanzen das Unterholz sich weitgehend frei von Pflegemaßnahmen bleiben. Rasenflächen sollen zu Blumenwiesen werden. Erst 2-3 m bevor Wege beginnen, soll wieder ein regelmäßiger Rasenschnitt erfolgen.

2 – Insel im Stadtgartenteich – Der Stadtgartenteich soll östlich der Insel nach Osten verbreitert und vertieft werden, so dass zwischen See und Insel wieder eine Wasserbarriere entsteht, die ein Betreten der Insel verhindert, die besonders für Vögel, ein wichtiges Rückzugsgebiet, darstellt (Verlandete Insel, heute).

Parkstraße

3 – Parkstraße – Die Parkstraße, die im Westen am Stadtgarten entlang führt, ist bereits heute eine Anliegerstraße. Leider beachten diese Regelung viele Autofahrer nicht, auch wird regelmäßig der Gehweg zugeparkt. Es wird daher vorgeschlagen, die Straße in eine Fahrradstraße umzuwandeln und Autos ein Befahren nur noch in Nord-Süd-Richtung zu gestatten (Plan 1). Es verbleibt dann auf der Straße nur eine Fahrspur, so dass Schrägstellplätze eingerichtet werden können (Plan 2). Auf diese Weise werden zusätzliche Stellplätze auf der Straße gewonnen, so dass die Gehwege von parkenden Autos freigehalten werden können. Aufgrund der zusätzlichen Stellplätze kann auch der Parkplatz im Park entfallen (Bild Parkplatz).

4 – Garten der Sinne
– Südlich des Teiches könnte vor den Pergolen ein Garten der Sinne entstehen. Dieser Garten sollte nicht nur bunt und farbenfroh sein, sondern auch riechen und duften. Dazu sollten die Pflanzen Insekten und Vögel anlocken, so dass die Natur hier auch zu einem Hörerlebnis wird. Die Blumen, Stauden und andere Pflanzen des Garten sollten zudem die Stadtgartenbesucher anlocken sie zu ertasten und sich von den Pflanzen berühren zu lassen.

Im Zusammenhang mit einem insektenfreundlichen Garten besteht bereits das Angebot eines Imkers im Stadtgarten einen Bienenstock aufzustellen. Anzudenken wäre zusätzlich der Aufbau eines Insektenhotels

5 – Parkgastronomie mit Biergarten – An der Parkstraße soll südlich zur rückwärtigen Zufahrt zur Freilichtbühne eine Parkgastronomie entstehen, die ganzjährig geöffnet hat. Dazu müsste ein einladendes Gastronomiegebäude, das sich in den Park einpasst, samt Stellplätzen entlang der Freilichtbühnenzufahrt geschaffen werden. Der Pächter dieses Gebäudes sollte neben dem Restaurantbetrieb ebenfalls einen Biergarten auf der Fläche im Westen der Zuschauertribüne betreiben.

6- Picknick-Areal – Hinter der eigentlichen Bühne könnte sich im Osten unter den hohen Bäumen ein Picknick-Areal mit Picknick-Garnituren aus massivem Holz erstrecken. Grillen soll hier, wie im gesamten Stadtpark jedoch nicht erlaubt sein.

7. – Spielplatz – Der Spielplatz soll eine neue große Abenteuerrutsche bekommen Das erhöht seine Attraktivität . Zu überlegen ist darüber hinaus, den Spielplatzbereich mit einem kniehoch Zaun einzufassen, um von diesem Areal Hunde und Gänse abzuhalten.

8 – Offene Freilichtbühne – Die Freilichtbühne sollte wieder in den Stadtgarten integriert und nicht mehr durch einen Zaun abgeschottet werden. Menschen können dann die Flächen und Sitzmöglichkeiten der Bühne wieder nutzen, dort verweilen oder sogar spontan ihr kleines eigenes kleines Schauspiel zum Besten geben können.

9. WC-Haus –
Das Gebäude, in dem die Toiletten untergebracht sind, muss dringend umfassend saniert und modernisiert werden. Die Räumlichkeiten über den Toiletten könnten zukünftig für kleine Ausstellungen, Treffen und ähnliches genutzt werden. Die Stadtgarten-Initiative könnte diese Räume betreuen und bespielen.

10 – Vogelparkanlage – Die Tiergehege im Westen der Vogelparkanlage müssen dringend modernisiert werden, damit sie auch höchsten Ansprüchen an artgerechter Tierhaltung gerecht werden können.

11 – Fontänen-Platz und Barfußweg – Der alte Stadtgartenbrunnen, dessen Pumpe aktuell defekt ist (Bild defekter Brunnen), soll durch einen Platz ersetzt werden, aus dem unregelmäßig Wasserfontänen in unterschiedliche Höhen schießen. So entfallen Brunnenbecken, in denen Kinder baden, in denen das Wasser umkippen kann und die auf Dauer zugemüllt werden. Die Fontänen erfreuen besonders auch die Kinder, es kühlt nah stehende Beobachter ab und sieht ansprechend aus. Das Wasser belebt den Park und fließt direkt über den Boden ab.

Ein Barfußweg könnte den Platz ergänzen. Gartenbesucher können dann die unterschiedlichen Bodenmaterialien des Weges mit nackten Füßen spüren..

12 – Radweg
– Ein asphaltierter Radweg sollte zukünftig Stadtgartenring und Parkstraße durch den Stadtgarten miteinander vrbinden. Sonst aber sollte Radfahren im Stadtgarten weiterhin nicht zulässig sein. Der vorgschlagene Radweg würde für Radfahrer viele Wege verkürzen und den Park auch als Ziel für einen Radausflug noch attraktiver machen.

13 – Parkplatz DJK Wattenscheid
– Um die Parkplatzsituation bei Fußballspiele des DJK Wattenscheid zu entlasten sollten nördlich des Sportplatzes neue Parkplätze entstehen.

Zu überlegen ist, ob es im Bereich des Sportplatzes in Zukunft nur noch Anwohnen gestattet sein sollte kostenfrei zu parken, während alle anderen Parkgebühren bezahlen müssten. Die so erwirtschafteten Gebühreneinnahmen könnte die Stadt der Jugendabteilung des DJK spenden. Auf diese Weise würden mehr Mitglieder des DJK angeregt zum Sportplatz mal nicht das Auto zu nehmen.

14 – Parkhaus Marien-Hospital Wattenscheid – Um die Parksituation rund um den Stadtgarten zu entlasten, wird vorgeschlagen, dass die Stadt mit dem katholischen Krankenhaus Verhandlungen aufnimmt, mit dem Ziel, dass auf dem Krankenhausgelände ein Parkhaus für die Besucher und Mitarbeiter errichtet wird.

15 – Spiel- und Aktivitäts-Areal – Auf dem Gelände des ehemaligen städtischen Betriebshofs könnten eine Baskeballwurfanlage, ein Kletterblock, ein Skateboarderpark und ähnliche Sportanlagen für Jugendliche entstehen. Der Vorteil dieses Geländes, es ließe sich leicht beobachten und bei Einbruch der Dunkelheit abschließen und so vor Vandalismus schützen. Auch könnten hier Aktivitäten, wie Klettern, stattfinden für die entsprechend fachlich ausgebildete Trainer benötigt werden.

Während es im neuen Spiel- und Aktivitäts-Areal des Stadtgartens auch mal laut und sportlich hoch hergehen darf, soll der übrige Stadtgarten eine Oase der Ruhe bleiben, wo Menschen sich entspannen und erholen, Flora und Fauna genießen, andere Menschen treffen und sich wohl fühlen können. Der Stadtgarten soll ein beliebter Ort für alle Generationen sein, die sich an einem Stück lebendige Natur inmitten der Stadt erfreuen möchten.

Die Vorschläge wurden in Zusammenarbeit mit Ulrike Beck und Özlem Agildere, beide Mitglieder der Stadtgarten-Initiative Wattenscheid, erarbeitet.

2 Gedanken zu „Attraktivierung Stadtgarten Wattenscheid

  1. Das ist schon ein wenig kurios, dass Sie aus der erst vor 3 Jahren von der Bezirkspolitik und -verwaltung mit unserer Bürgerbeteiligung eingerichteten Boule-Sportanlage am Ententeich einen “Garten der Sinne” machen wollen. Die Boule-Bahnen sind für jedermann offen und Boule ist eine Breitensportart, die von Frau und Mann, Jüngeren und Älteren, Sportlern und Hobby-isten bei fast jedem Wetter ausgeübt werden kann und auch wird. Unseres Erachtens sind die 4 Wettkampfbahnen und 2 Übungsbahnen an/unter der Pergola durchaus eine Bereicherung im Stadtgarten-Angebot, das nicht einfach platt gemacht werden sollte. Außerdem würde solch ein Vorgehen den rd. 30 Aktiven der Boule-Abteilung des TV Wattenscheid 01 die Übungs- und Wettkampfstätte entziehen. Und noch eine kleine Randbemerkung: Glauben Sie wirklich, dass die vielen Gänse und Enten den “Garten der Sinne” direkt am Teich ungerupft stehen lassen würden?
    MfG.
    Sieggi Schirmer

    • Hallo Herr Schrimer, wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie dass die Boule-Anlage gar nicht betroffen ist. Dass die Boule-Anlage weichen soll, dazu steht auch nichts im Beitrag. Die bleibt natürlich unangetastet. Der Garten beginnt erst daneben.
      Viele Grüße
      Volker Steude

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