29 Jun

Alles steht bereit für den WATwurm

Am Dienstag, den 03.07.18 entscheidet die Bezirksvertretung Wattenscheid über den Startschuss für das Bürgerprojekt WATwurm (Grundsatzbeschluss 20181141).

Die Idee: Über die Westenfelder Straße soll sich zukünftig ein bunter Mosaikwurm schlängeln, der Besucher der Innenstadt zum Spielen, Schauen und Verweilen anregt. Gebaut werden soll der Wurm von Wattenscheider Einwohnern aller Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Jeder Wattenscheider der Lust und Zeit hat, kann mitwirken.

Geschäftsleute, Künstler und viele Bürger stehen bereit, mit dem Projekt zu beginnen

Die Geschäftsleute der Westenfelder Straße haben sich bereit erklärt das Projekt zu unterstützen und später für die Pflege und Instandhaltung zu sorgen. Viele Wattenscheider Einrichtungen, Vereine und Schulen haben bereits Interesse bekundet beim Bau des WATwurms mitzuwirken.

Erstellt werden soll der WATwurm unter der künstlerischen Leitung des Mosaikkünstlers Heinz Krautwurst (Werdegang), der schon viele ähnliche Objekte in vielen deutschen Städten realisiert hat. Zusammen mit Bochumer Bürgern und der Drusenbergschu fle hat er hinter dem BVZ und dem technischen Rathaus einen farbenfrohen Spieldrachen gebaut (Video Feuertaufe des Spieldrachen). Dieses Projekt war so erfolgreich, dass es nunmehr in Wattenscheid eine größere Wiederholung geben soll. Seit 2015 erfreut der immer fröhliche und unverwüstliche Spieldrache, den die Kinder auf den Namen Drabo Feuerstuhl getauft haben, auf dem Spielplatz im Appolonia-Pfaus-Park groß und klein. Nie gab es einen Schaden. Er sieht auch heute noch aus wie am ersten Tag.

In Wattenscheid soll in der nächsten Woche zunächst durch die Bezirksvertretung der von der Verwaltung vorgeschlagene Grundsatzbeschluss für den Bau des Wurms getroffen werden. Wann und wo genau er gebaut wird, muss dann im nächsten Schritt die Verwaltung mit dem Künstler und den weiteren Beteiligten klären.

Wie soll der Wurm enstehen?

Das Material für den Drachen, im wesentlichen Beton und die Mosaikfliesen sowie das Geld für die Arbeit des Künstlers soll aus dem Programm „Bewegtes und bespieltes Wattenscheid“ des Stadtteilumbaus Wattenscheid kommen. Den Bau selbst übernehmen Schüler, engagierte Wagttenscheider aus Vereinen wie sozialen Einrichtungen und viele andere Bürger (Video Bau des Spieldrachen in Bochum). Der Ort, wo der Wurm entsteht wird mit einem Zelt überdacht, der Künstler stellt das Werkzeug, mit dem die Mosaikarbeiten ausgeführt werden zur Verfügung und besorgt das Material und schon gehen alle Beteiligten unter Anleitung von Heinz Krautwurst ans Werk.

Vor dem Bau wird es einen Ideenwettbewerb geben, wie der WATwum aussehen soll. Unter Einbeziehung der eingehenden Ideen entwirft Heiz Krautwurst dann den endgültigen Wurm.

Wie soll sich der Wurm die Westenfelder Straße lang schlängeln?

Erste Überlegungen sehen vor, den Wurm in 9 Teilstücken zu bauen (Plan WATwurm Westenfelder Straße). Es soll der Eindruck erweckt werden, dass der bunte Wurm sich seinen Weg mal über und mal unter der Erde über die Westenfelder Straße bahnt.

Der freudige Kopf des Wurms soll die Besucher der Westenfelder Straße vor der Friedenskirche begrüßen. Er soll ein Blickfang sein. Dann könnte sich der Wurm die Treppen zum Podest vor der Kirche hinauf und wieder hinabschlängeln. Diese Teile könnten als Bänke gestaltet werden, so dass Menschen sich auf den Wurm setzen und von dort aus das Treiben auf dem Platz vor der Kirche beobachten können. Danach könnte sich der vielfarbige Wurm um das schon bestehende Spielareal winden, wo der Wurm von den Jüngsten als Kletter- und Rutschobjekt benutzt werden kann. Anzustreben wäre, das Spielareal nicht nur mit dem Wurm aufzuwerten, sondern es auch sonst mit zusätzlichen Spielmöglichkeiten aufzuwerten.

Im weiteren Verlauf dient der markante WATwurm wiederum als Sitzgelegenheit und Blickfang, zudem kann er die bestehenden Bäume einfassen, auch könnte eine Schlaufe entstehen durch die Kinder an einer Stelle unter dem Wurm hindurchgehen können. Auch soll der WATwurm verhindern, dass die Flächen vor den Geschäften zugeparkt werden. Schließlich soll der WATwurm an der Bahnhofstraße enden. Dort könnte sich das Ende des Wurms markant vom Boden erheben um deutlich zu machen, dass hier die Füßgängerzone von Wattenscheid beginnt.

Die einzelnen Stücke des Wurms könnten auch mit Bezügen zur Wattenscheider Geschichte versehen werden. So könnte die heilige Gertrudis in einem Mosaik abgebildet werden, ein Föderturm oder andere markante Gebäude Wattenscheids.

Der WATwurm soll zur neuen Leitlinie der Westenfelder Straße werden, ihm zu Folgen wird eine spannende Aufgabe für die Kleinen sein. Aber auch die Großen würde der Wurm von der Bahnhofstraße in das Herz der Stadt führen.

Was geschieht nach dem Grundsatzbeschluss?

Die beschriebenen Vorschläge zu den einzelnen Teilen des Wurms sind bisher nur erste Ideen. Die Verwaltung muss nach einem positiven Beschluss der Bezirksvertretung klären, wo die einzelnen Teilstücke des Wurms verlaufen könnten, ohne den (Liefer-)Verkehr zu stören und ohne wichtige Versorgungs- und Entsorgungsleitungen zu überdecken. Die Anordnung und Lage der Wurmteilstücke ist sehr flexibel, so dass die Initiatoren des Projekts zuversichtlich sind, dass eine Lösung gefunden wird, die alle Anforderungen erfüllt.

Einzelne Teile des Wurms verlaufen über das Gelände der evangelischen Kirche. In einem Vorbereitungsgespräch zu dem Projekt hat Pfarrerin Monika Vogt hat zugesagt, wenn die Planungen konkret werden, den erforderlichen Beschluss den zuständigen Gremien der Gemeinde vorzulegen. Gemeindemitglieder und kirchliche Einrichtungen sind ebenfalls interessiert an der Erstellung des Wurms mitzuwirken.

Letztlich entscheidet das Baubudget, wie viele Teile des WATwurms im ersten Schritt realisiert werden können. Lassen sich zunächst nicht alle Teilstücke realisieren, können später weitere angefügt werden.

Aber zunächst muss nun die Bezirksvertretung grünes Licht geben, damit Verwaltung und die Initiatoren des Projektes in die konkreten Umsetzungsplanungen zum Bau des WATwurms einsteigen können.

Viele Wattenscheider freuen sich schon, dass sie hoffentlich schon bald an einem Projekt selbst mitwirken können, das ihre Innenstadt ein klein wenig attraktiver machen soll.

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