14 Jul

Internationale Gartenbauausstellung mit Seilbahn

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) wird 2027 in der Metropole Ruhr stattfinden (Landesregierung gibt Grünes Licht). 200 Millionen Euro sollen im Rahmen der IGA in die Infrastruktur des Ruhrgebietes investiert werden. Bochum könnte zu einem Schwerpunkt der IGA werden, denn anders als Dortmund, Essen und Gelsenkirchen war Bochum noch nie Veranstaltungsort einer Gartenschau.

Das bisherige IGA-Konzept in Bochum überzeugt noch nicht

Im Rahmen der Bewerbung hat Bochum sich bisher nur auf der zweiten Ebene in das Vorhaben eingebracht. Die Stadt hat zehn Parks, Friedhöfe sowie das Freizeitzentrum Kemnade als Orte für Gärten vorgeschlagen (Projekt- und Finanzplan IGA).

Leider liegen die bisher vorgeschlagenen Orte sehr weit auseinander, so dass ein zusammenhängender Besuch, trotz der Idee einer Parkroute, die einen Teil der Orte verbinden soll, nur sehr schwer möglich und damit relativ unattraktiv sein dürfte. Mit dem bestehenden Konzept wird sich zwar das Ziel erreichen lassen mit den bisher kalkulierten 7 Mio. Euro IGA-Fördermitteln für Bochum einige schwer vernachlässigte Parkanlage wieder auf Vordermann zu bringen, viele von den insgesamt für die gesamte IGA im Ruhrgebiet erwarteten 2,6 Mio. Besuchern wird die Stadt mit diesem Konzept jedoch nicht nach Bochum locken können.

Seilbahnen sind fester Bestandteil von Gartenschauen

Seilbahn Bundesgartenschau Koblenz (Foto: Wolkenkratzer)

Traditionell wird für Gartenschauen eine Seilbahn errichtet, damit die Besucher die Gärten komfortabel erreichen und aus der Luft genießen können. Eine Seilbahn gab es entsprechend auch bei der letzten IGA in Berlin und der Bundesgartenschau in Koblenz. Die STADTGESTALTER schlagen daher vor, die bereits im Rahmen des Verkehrskonzeptes Süd-Ost laufenden Überlegungen für eine Seilbahn im Bochumer Süd-Osten mit den IGA-Planungen in Bochum zu verbinden. Hauptzielsetzung des neuen Verkehrskonzeptes Süd-Ost ist die Einrichtung einer leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehrsverbindung von Ruhr-Universität (RUB)/ Hochschule, Langendreer, Laer/ Mark 51°7, Ostpark, Hauptbahnhof und gegebenenfalls dem Kemnader See. Die dabei zu untersuchende Seilbahnlinie erschließt 5 der 10 bereits für die Gartenausstellung vorgeschlagenen Präsentationsorte (Plan IGA-Orte Bochum).

Eine durchgehende Gartenroute vom Hauptbahnhof zum Kemnader See

Die STADTGESTALTER schlagen drei weitere IGA-Orte vor, damit eine durchgehende Gartenroute vom Hauptbahnhof bis zum Kemnader See entsteht (Plan IGA-Orte Bochum). Den Besuchern der IGA wäre es so möglich direkt vom Kortumpark an Hauptbahnhof und Innenstadt über Blumen- und Hauptfriedhof, den Ostpark, den Grünzug Mark 51°7, eine neue Gartenlandschaft an der Hustadt, den Botanischen Garten und den Kalwes bis zum Kemnader See oder gar bis Witten Heven mit dem zu Fuß oder dem Rad durch eine vielfältige Gartenlandschaft zu laufen bzw. zu fahren und die verschiedenen Blumen- und Gartenausstellungen zu erleben. Zurück können die Besucher dann die Seilbahn nehmen, um die Gartenschau nochmal aus der Luft erleben. Die Seilbahn erschließt alle genannten Orte mit insgesamt sieben Stationen, so dass man die verschiedenen Gärten auch einzeln anfahren kann.

Auf diese Weise wird die von den STADTGESTALTERn bereits vorgeschlagene Seilbahnlinie gleichzeitig zum Rückgrat der IGA 2027 in Bochum. Die Seilbahn, die die STADTGESTALTER zur Lösung der Verkehrsprobleme im Süd-Osten der Stadt vorgeschlagen haben, bekommt auf diese Weise noch einen weiteren Nutzen im Rahmen der Internationalen Gartenbauausstellung.

IGA-Finanzmittel können nachhaltig eingesetzt werden

Im Rahmen der IGA besteht die Möglichkeit für die Stadt zusätzliche Finanzmittel zu akquirieren um die bestehenden Verkehrsproblem bis 2027 zu lösen. So könnte der Bau eines Teils der Seilbahnlinie aus IGA-Mitteln erfolgen, z.B. der von RUB/ Hochschule über den Kemnader See bis nach Witten-Heven. Denkbar wäre auch, dass der Bau der Gesamtlinie neben den 90%-Förderung aus Nahverkehrsinvestitionsmitteln des Landes mit weiteren IGA-Mitteln finanziert wird, so dass der städtische Investitionsanteil weiter sinkt.

Ziel ist ein großes, zusammenhängendes und vielfältiges IGA-Gebiet, dass viele Besucher nach Bochum lockt

Die STADTGESTALTER schlagen darüber hinaus vor, bei den zukünftigen Planungen ebenfalls den Ümminger See und das Landschaftsschutzgebiet zwischen der Deponie Kornharpener, Kornharpen und Ruhrpark in die IGA-Überlegungen mit einzubeziehen. Auch diese beiden Gebiete können ideal mit den schon angedachten Seilbahnlinien erreicht werden.

Ziel aller Überlegungen sollte es sein, für die IGA in Bochum eine zusammenhängende Gartenlandschaft zu präsentieren, deren Ausstellungsflächen möglichst nah beieinander liegen und die alle durch eine druchgehende Nahverkehrslinie gut miteinander verbunden sind, die auch später im Nahverkehrsnetz eine sinnvolle Linie darstellt.

Auf diese Weise entsteht in Bochum ein interessantes IGA-Gebiet, das die Chance bietet aufgrund seiner Größe und Vielfältigkeit viele IGA-Besucher nach Bochum zu locken.

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