15 Sep

Arbeitsvermittlungsgesellschaft soll Langzeitarbeitslosigkeit senken

Arbeitslosigkeit bleibt in Bochum ein großes Problem. Zwar sinkt auch bei uns die Arbeitslosigkeit, aber im Vergleich zum Land insgesamt deutlich langsamer (Abnahme der Arbeitslosenquote im Zeitraum August 2015 bis August 2018: Bochum -9,9 %, Deutschland: -18,8 %). Und das obwohl die Arbeitslosenquote deutlich höher liegt (August 2018: Bochum: 9,1 %, Deutschland 5,2 %). Besonders problematisch ist aber die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen (2017: 6.789, 51 % aller Arbeitslosen, Abeitsmarktprogramm 2018). Die STADTGESTALTER schlagen daher besonders für Langzeitarbeitslose, die neben der Arbeitslosigkeit mit sozialen, körperlichen und psychischen Probleme zu kämpfen haben, die Gründung einer städtischen Arbeitsvermittlungsgesellschaft vor, die es den Arbeitslosen ermöglicht über eine zunächst stundenweise Arbeit in ein geregeltes Arbeitsleben zurück zu kehren.

Das bestehende Problem betrifft jedoch deutlich mehr Menschen, als die Zahl von fast 7.000 Langzeitarbeitslosen zunächst vermuten lässt. Denn Langzeitarbeitslosen stellen wiederum nur ein Drittel der Langzeitleitungsbezieher dar. Neben den Langzeitarbeitslosen zählen zu den Langzeitleistungsbeziehern Menschen, die eine Weiterbildung absolvieren, die Schule besuchen, Kinder erziehen oder trotz Arbeit nicht genug, verdienen um von der Unterstützung des Jobcenters unabhängig zu sein. Auch diese Menschen suchen langfristig eine Arbeit von der sie ohne Hilfe des Staates leben können. Das Ziel des Jobcenters ist es im Jahr 2018 die Zahl der Langzeitleistungsbezieher auf unter 23.000 zu senken.

Warum Langzeitarbeitslosen keine Beschäftigung finden

In Bochum besitzt fast ein Viertel der Langzeitarbeitslosen keinen Schulabschluss und 37 % einen Hauptschulabschluss, fast 70% haben keinen Berufsabschluss. Eine wesentliche Ursache für die Langzeitarbeitslosigkeit liegt somit in der fehlenden Qualifikation (Grundlegende Ursachen von Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen). Weiterlesen

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