10 Mrz

Der neue Rathausplatz

In Städten mit einem historischen Rathaus ist der davor befindliche Platz zumeist der Mittelpunkt der Stadt. Dort sitzen die Menschen, verweilen, treffen sich, flanieren und genießen das Leben vor historischer Kulisse. Auf dem Rathausplatz befinden sich in anderen Städten diverse Cafés und Restaurants, nicht selten ist dieser Platz der lebendigste der ganzen Stadt.

Der Rathausplatz ist bisher trostlos und öd

Nicht so in Bochum, da ist der Rathausplatz tot, obwohl er keine hundert Meter vom belebtesten Teil der Fußgängerzone entfernt liegt. In Bochum dient der Platz als Kreuzung und Parkplatz. Entsprechend möchte sich dort sich niemand gerne aufhalten. Zwischen dem Verkehr eine Lücke zu finden um auf den Platz zu kommen, lohnt sich nicht nur, wenn Markttag ist, sonst ist der Platz trostlos und leer. Sitzgelegenheiten fehlen, die einzige Gastronomie, der Rathauskeller, versteckt sich hinter Bäumen. Einen Anlass über den Platz zu gehen besteht für die Bürger allenfalls, wenn sie eine Angelegenheit im Bürgerbüro erledigen müssen.

Dabei ist der Willy-Brand-Platz, so der offizielle Name, mit dem historischen Rathaus auf der einen und dem ebenfalls alten Telekomgebäude auf der anderen Seite einer der wenigen Plätze, der in Bochum, die baulich einen besonderen Charakter haben.

Kein Verkehr mehr über den Rathausplatz außer Busse, Taxen und Anlieferverkehr

Um den Platz zu einem Anziehungspunkt in der Stadt zu machen, muss zunächst der Verkehr, der jetzt über den Platz fließt eingeschränkt werden. Auf Vorschlag der Fraktion „FDP und STADTGESTALTER“ schlägt die Verwaltung der Politik vor (Beschlussvorlage 20173277) den Platz für den privaten Verkehr zu sperren. Außer Bussen, Taxen und Lieferverkehr soll in Zukunft kein weiterer Verkehr von der Hans-Böckler-Straße kommend mehr über den Platz rollen. Die STADTGESTALTER schlagen zudem vor, in gleicher Weise mit dem Verkehr, der aus Richtung Alleestraße kommend bisher über den Rathausplatz fährt, zu verfahren. Darüber hinaus sollen die Busse, die bisher über die Viktoriastraße fahren, nach Abriss des BVZ hinter dem Rathaus über den Ring geleitet werden (Busplan).

Bänke, Beete, und Wasserfontänen

Fontänen, Bundesplatz Bern (Foto: Sinenomine2)

Um die Attraktivität des Platzes zu steigern, schlagen die STADTGESTALTER weiterhin vor mitten auf dem zukünftigen Platz im Bereich des Stadtbahnzugangs und der jetzigen Kreuzung einen attraktiven Bereich mit vielen Sitzgelegenheiten einzurichten (Visualisierung neuer Rathausplatz). Der Plan der STADTGESTALTER (Plan neuer Rathausplatz) sieht zwei Kreise mit flachen Beeten vor, an denen sich rund herum Bänke aufreihen. Als Highlight wäre im Zentrum der Kreise eine Fläche denkbar aus der Wasserfontänen nach in die Höhe schießen. Diese sollte begehbar sein, damit im Sommer hier Kinder ihren Spaß haben, während sich die Älteren abkühlen können. In der Weihnachtszeit, wenn die Fontänen abgestellt sind, kann hier der traditionelle Weihnachtsbaum seinen Platz finden.

Neue Gastronomie, Freisitze und ein Café auf dem Rathausbalkon

Rund um den Platz können sich neben dem Rathauskeller weitere gastronomische Betriebe mit entsprechenden Freisitzen ansiedeln. Möglichkeiten bieten sich am Bürgerbüro, entlang des City-Points und des Telekom-Gebäude an, durch das später gegebenenfalls die Markthalle erreicht wird. Die Markthalle soll nach derzeitigen Überlegungen der Verwaltung im Hof des Telekom-Gebäudes entstehen, wie dies bereits 2013 von den STADTGESTALTERn vorgeschlagen wurde. Weiterhin sollen im Telekom-Gebäude VHS und Stadtbücherei unterkommen. Neben den Mitarbeitern der Verwaltung werden auch die Besucher dieser beiden Einrichtungen einen attraktiven Platz sicher gerne annehmen.

Bisher fehlt im Rathaus eine Kantine. Die STADTGESTALTER schlagen vor im 1. und 2. Stock des Gebäudes, das den Rathausbalkon trägt, eine Caféteria einzurichten, deren Gäste, wenn es das Wetter erlaubt, auf dem großzügigen Balkon sitzen können, um von dort die besondere Aussicht über den Platz zu genießen. Dieses Café und Bistro sollen sowohl die Mitarbeiter der Verwaltung wie Platzbesucher aufsuchen können. Für ihr Mittagessen könnten die Verwaltungsmitarbeiter zukünftig zudem die neuen Gastronomien auf dem Platz nutzen.

Neuer Markt vom Rathausplatz zum Kuhhirtenplatz

Wenn über den Platz nur noch wenig Verkehr fährt, ist dieser leicht vom Bongard-„Boulevard“ zu erreichen. So wird der Rathausplatz Teil der Fußgängerzone der Innenstadt. Um Rathaus-Platz und Boulevard zu verknüpfen schlagen die STADTGESTALTER darüber hinaus vor, an drei Wochentagen beide Orte mit einem großen Markt zu verknüpfen (Plan neuer Markt). Der neue Markt sollte sich dann vom Rathausplatz bis zum Kuhirtenplatz erstrecken. Dieser Markt ersetzt den Markt der Werbegemeinschaft und den Markt hinter dem Bahnhof, der bisher völlig abgekoppelt von der Innenstadt stattfindet. Mindest einmal in der Woche sollte nach dem Vorschlag der STADTGESTALTER der neue Innenstadtmarkt nachmittags beginnen und bis Abends stattfinden.

Mit dem neuen Rathausplatz gewinnt die gesamte Innenstadt an Attraktivität und es gibt für Bochumer, Wattenscheider und andere Besucher einen weiteren Grund die Innenstadt aufzusuchen. Die Neugestaltung des Rathausplatzes ist ein Baustein um das Ziel zu erreichen, der Bochumer Innenstadt einen besonderen Charakter zu geben, der sich von denen anderer Städte deutlich abhebt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.