30 Mrz

STADTGESTALTER helfen die Telefonkapazitäten der Corona-Hotline zu verdoppeln

Die Corona-Hotline war bis Ende der letzten Woche total überlastet. Auf Initiative der STADTGESTALTER wurden dank der Telekom in Rekordzeit die Telefonleitungskapazitäten im Rathaus verdoppelt.

Eine überlastete bzw nicht erreichbare Hotline birgt das Risiko, dass infizierte Menschen das Vorhaben aufgeben sich testen zu lassen

Bis zum Ende der Woche war auf der Corona-Informationsseite der Stadt zu lesen: “Aufgrund der vielen Anrufe kommt es aktuell zu Überlastungen der städtischen Telefonleitungen. Bitte probieren Sie es weiter” (Ausschnitt Screenshot vom 21.03.20). Menschen, die an der Corona-Hotline anriefen, hingen teilweise eine Stunde und länger in der Warteschleife, wurden teilweise aufgrund der überlasteten Leitungen der Stadt aus der Schleife geworfen oder konnten die Hotline erst gar nicht erreichen, weil alle Warteplätze belegt waren.

Eine fatale Situation, Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, konnten die Hotline nicht erreichen, um die Notwendigkeit eines Tests abzuklären bzw. einen Termin zu einem Test zu vereinbaren. Überlange Wartezeiten oder gar die Nichterreichbarkeit der Hotline führen letztlich dazu, dass infizierte Menschen das Vorhaben aufgeben, sich testen zu lassen und ggf. den Virus weiter verbreiten. Bürger mit dringendem Informationsbedarf können für sich und ihre Angehörigen keine Sicherheit erlangen, wie sie sich weiter verhalten sollen.

Telekom verdoppelt auf Initiative der STADTGESTALTER die Telefonkapazitäten des Rathauses binnen weniger Tage

Täglich haben in der letzten Woche rund 5.000 Menschen bei der Hotline angerufen. Bisher verfügte das Rathaus aber nur über 30 abgehende und 150 eingehende Sprachkanäle. Die Verwaltung erklärte zusätzliche Leitungen könnten derzeit nicht dazu gekauft werden, weil momentan kein Telekomunternehmen Leitungen anbiete. Man müsse also mit den vorhandenen Kapazitäten haushalten um das Problem weitestgehend abzumildern.

Daraufhin ergriffen die STADTGESTALTER die Initiative und aktivierten am Freitag (20.03.) Abend einen Kontakt zum Vorstand der Telekom, der binnen Minuten auf den Hilferuf aus Bochum reagierte. Noch am Wochenende wurden führende Telekommitarbeiter auf das Problem angesetzt, die das Problem analysierten und mögliche Lösungen erarbeiteten. Am Montagmorgen begann die Telekom zusammen mit der Stadt mit den erforderlichen Umstellungen. Seit Montag verfügt das Rathaus über ein Vierfaches an abgehenden Sprachkanälen, seit Dienstagnachmittag über doppelt so viele eingehende Sprachkanäle.

Lage an der Corona-Hotline hat sich aus technischer Sicht entspannt

Damit gibt es jetzt wieder genug Leitungskapazitäten für die Corona-Hotline. Sind genug Mitarbeiter zur Entgegennahme der Anrufe verfügbar, sollte es jetzt keine Probleme mehr geben, die Hotline zu erreichen. Sollte es zu einem unerwarteten Ansturm auf die Hotline kommen, stehen ausreichende Leitungskapazitäten zur Verfügung, dass die Anrufenden in der Warteschleife geparkt werden können und nicht mehr aus dieser rausgeschmissen werden müssen.

Auch für die sonstige Arbeit im Rathaus hat sich die Lage entspannt. Es sind nunmehr genug Leitungen vorhanden um die Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken und die Telefonanrufe vom Rathaus zu den Mitarbeitern nach Hause umzuleiten. Die Telefonleitungsknappheit konnte Dank der schnellen Hilfe der Telekom beendet werden.

Die STADTGESTALTER freuen sich, wie schon mit der Anregung der “Drive-In” Corona-Testeinrichtung, in der aktuellen Krisensituation einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lage geleistet zu haben.

Wer sollte die Corona-Hotline anrufen?

Sollten Sie die Corona-Hotline anrufen wollen, bitte beachten Sie folgenden Hinweis der Stadt “Wer befürchtet sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, kann sich an das Infotelefon 0234 910-5555 wenden. Täglich zwischen 8 und 18 Uhr klärt Fachpersonal telefonisch ab, ob der Verdacht begründet ist. Wenn dies der Fall ist, wird ein Termin in der Diagnostikstelle vereinbart.”

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