22 Jul

Ein Wegenetz für Elektromobile für ältere und gehbehinderte Menschen

In niederländischen Städten sind die E-Mobile allerdings auch nicht bevorzugt auf den Gehwegen unterwegs, sondern insbesondere werden die Radwege benutzt. Denn eigentlich verfügt jede Stadt im Nachbarland über ein flächendeckendes Radwegenetz, das die Senioren nutzen können, um jeden Punkt in der Stadt sicher und komfortabel mit ihrem E-Mobil zu erreichen. Entsprechend häufig schaffen Senioren in den Niederlanden ein E-Mobil an. Das E-Mobil versetzt die Senioren in die Lage ohne fremde Hilfe, selbständig einkaufen zu gehen, in den Park zu fahren, Freunde zu besuchen oder Spazier-Ausflüge zu machen.

In Bochum sind Menschen mit eingeschränkten Gehfähigkeiten fast immer auf Hilfe angewiesen

In Bochum dagegen sind Senioren für solche Aktivitäten auf Hilfe angewiesen, wenn die Beine sie über längere Strecken nicht mehr tragen. Sie sind abhängig von anderen, die sie durch die Stadt fahren, mitnehmen und ihnen helfen, die täglichen Besorgungen zu erledigen. Dieser Zustand ist für eine Stadt, die sich selbst als besonders sozial darstellt, unwürdig. Wer kein Auto besitzt oder es bewegen kann, ist benachteiligt, Die Stadt verfügt bis heute nicht über ein flächendeckend barrierefreies Geh- und Radwegenetz. Die Teilhabe an der Gesellschaft und deren Aktivitäten hängt aber insbesondere von der Mobilität der Menschen ab. Können Menschen nicht selbständig mobil sein, ist ihnen schon deswegen eine Teilhabe verwehrt, weil sie nicht mehr ohne fremde Hilfe von zu Hause weg kommen. In einer sozialen Stadt sollten sich in ihrer Mobilität eingeschränkte ältere und behinderte Menschen genauso eigenständig bewegen können wie alle anderen.

Ein E-Mobil gibt Menschen, deren Gehfähigkeiten eingeschränkt sind, die Möglichkeit ihre gewohnte Mobilität beizubehalten und weiterhin selbstbestimmt zu leben. Das ist ebenfalls wichtig für das Selbstwertgefühl der Menschen.

Aktionsprogramm für fächendeckend barrierefreier Geh- und Radwege

Die STADTGESTALTER schlagen daher ein Aktionsprogramm mit dem Ziel vor, die Stadt flächendeckend mit einem Netz barrierefreier Geh- und Radwege zu überziehen, das dafür sorgt, dass mobilitätseingeschränkte Bochumer jeden Ort der Stadt eigenständig mit einem E-Mobil gut und sicher zu erreichen. Bei ausreichender Breite sollten Radwege und Radstreifen für die Nutzung durch E-Mobile frei gegeben werden.

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