13 Okt

Vierte Feuerwache für Bochum

In der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung wurde der Fortschritt des Brandschutzbedarfsplanes der Stadt Bochum vorgestellt. Amtsleiter der Feuerwehr Simon Heussen ging vor allem auf die Problematik im Bochumer Süden und Südwesten ein.

Neben möglichen Übergangslösungen, wie z.B. die stärkere Einbindung der Freiwilligen Feuerwehr in diesem Bereich, sowie der möglichen Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Essen und Hattingen, ist die sinnvollste Lösung eine vierte Wache, die auch in den neuen Brandschutzbedarfsplan übernommen werden soll.

Vor allem die Tagesverfügbarkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr ist auf Grund der Entfernung der Arbeitsplätze zum Gerätehaus problematisch. Auch die nächstgelegenen Wachen der Feuerwehren Essen und Hattingen sind mit nur wenigen Funktionen besetzt. Würden diese Wachen regelmäßig nach Bochum fahren, würde ihr eigenes Einsatzgebiet entblößt werden.

Investitionsstau

Durch jahrzehntelange Einsparungen im Bereich der Feuerwehr, angefangen von dem Rückbau von fünf auf drei Berufsfeuerwehrwachen, über den Personalabbau bis hin zu mangelhafter Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr im Bereich persönlicher Schutzausrüstung und Fahrzeuge, kam es zu einem hohen Investitionsstau. Daher freuen wir uns sehr, dass seit dem Dienstantritt von Sebastian Kopietz als Beigeordneter für Personal, Recht und Ordnung bei der Stadt Bochum offenbar endlich wieder ein größeres Augenmerk auf den Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr gelegt wird.

Der entstandene Investitionsstau wird sich nicht von heute auf morgen beheben lassen, aber wir würden den Bau einer vierten Wache als ein starkes Signal für die Bochumer Bürgerinnen und Bürger und auch für die Feuerwehr bewerten.

Gerade in diesem wichtigen Bereich müssen wir weg von der „Wo können wir sparen?“-Mentalität und hin zu der Frage: „Wo können wir investieren?“.

Foto: Frank Vincentz

Weitere Maßnahmen

Neben dem Bau der neuen Wache muss natürlich auch das Personal der Feuerwehr wieder dem Bedarf angepasst werden. Aber auch das Ehrenamt der Feuerwehr muss weiter gestärkt werden, Nachwuchsförderung und die Motivation der aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sollten hier im Fokus stehen. Moderne und vor allem sichere persönliche Schutzausrüstung, ausreichend einsatzbereite Fahrzeuge und natürlich die Gerätehäuser der Löscheinheiten spielen gerade beim Thema Motivation eine große Rolle.

Gerade bei Ausrüstung und Fahrzeugen sollte es eine engere Zusammenarbeit der Ruhrgebietskommunen geben, so können Kosten gespart und Bürokratie abgebaut werden. Durch eine Ausweitung der gemeinsamen Beschaffung u.a. bei Material und Fahrzeugen und eine verbesserte Arbeitsteilung zwischen den Feuerwehren des Ruhrgebietes würde auch vermieden, dass es bei Großschadenslagen mit interkommunaler Zusammenarbeit der umliegenden Feuerwehren nicht dazu kommt, dass Fahrzeuge und Geräte nicht kompatibel zu einander sind.

Auf lange Sicht bleibt die von uns geforderte Ruhrgebietsfeuerwehr das Ziel (Rot-Grün gegen Ruhrgebietsfeuerwehr vom 01.05.2016).

Beitragsbild: Frank Vincentz

 

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