18 Mrz

Sven Stephani, Wahlkreis 16

svenSven Stephani

Künstler und Student (Komparatistik und Theaterwissenschaft)

Wahlkreis 16, Hamme / Hordel

Bochum ist für mich eine Heimat. Ursprünglich aus Satrup in Mittelangeln, konnte ich von klein auf bei meinen Großeltern in der Stadt zu Besuch sein, und seit 2006 lebe ich hier. Nach längerfristigen Auslandsaufenthalten in Malaysia, während der Schule und in Mexiko, nach dem Abitur wäre ich sicherlich nicht fast acht Jahre in unserer von lärmenden Autos beherrschten Betonkulisse geblieben, wenn es nicht Menschen und Orte gäbe, die mich halten würden. Das Schauspielhaus Bochum gab mir bereits im ersten Jahr Arbeit, und der Ruhr-Universität habe ich auch einiges zu verdanken. Mit dem Leben in der Subkultur der Stadt bei Tag und Nacht sind Freundschaften und Bekanntschaften entstanden. Straßenfeste, Konzerte, Theater, und unzählige Partys in Wohnungen oder in Richtung Natur können in Bochum gefeiert werden.

Dass bei den Straßenumbauprojekten mehr Platz für rasende Autos und Parkplätze, anstatt für Fahrräder und Fußwege gemacht wird, gefällt mir nicht.

Dass die Umbauprojekte, wie auch im Bermudadreieck 2008 oder aktuell beim Bau des Musikzentrums nicht vor der Natur haltmachen,  gefällt mir nicht.

Dass die Ästhetik der Umbauprojekte eckig, kantig und kalt wirkt, gefällt mir nicht.

Dass viel leer stehender Raum entweder zu teuer zu mieten oder bereits am verrotten ist, gefällt mir nicht.

Fast täglich qualmende Aschenbechervorrichtungen an Mülleimern gefallen mir auch nicht, weil sie stinken. Ihre wohl teure Entwicklung hat es dem Menschen schwer gemacht eine Zigarette vernünftig ausdrücken zu können.

Und dass der Platz des europäischen Versprechens noch keine Namen zeigt, ist wirklich schade.

Die Stadtpolitik und ihre Geschäfte sollten durchsichtig werden, denn eine bessere Kommunikation zwischen Bürgern und Stadträten kann Früchte tragen.

Oder wollen wir weitere Spielhallen?

sven.stephani@die-stadtgestalter.de

2 Gedanken zu „Sven Stephani, Wahlkreis 16

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