Abriss Mauer Grundstück „am Bergbaumuseum“

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Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Dr. Volker Steude vor 3 Jahre, 4 Monate.

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    buerger
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    Die Stadt Bochum beabsichtigt, auf ihrem Grundstück „am Bergbaumuseum“ (eine ca.5000 m2 Fläche hinter der

    Straßenbebauung) die Grenzmauern im Bereich Graf-Engelbert-Straße und Wielandstraße abzutragen. Dafür soll eine Böschung errichtet werden.

    Am Dienstag 13.05.2014 fand hierzu auf Einladung der Stadt Bochum eine Anwohnerversammlung statt.

    Die vorgelegten Pläne stießen auf massiven Widerstand, ja bis zu großem Entsetzen beim weitaus größten und überwiegenden Teil der Anwohner.

    Aspekt 1.0

    Durch den Abriss der Mauer und der Errichtung einer Böschung entstehen folgende massiv negative Auswirkungen auf die bestehende Situation:

    1.1 Enorme Vergrößerung des Diebstahls/ Einbruchrisikos.

    1.2 große Verringerung des Lärmschutzes, insbesondere im Bezug auf die Bahnlinie (die Lärmschutzwand der Bahn hinter dem Bergbaumuseum ist aus baulichen Gründen lückenhaft).

    1.3 Aufhebung des bestehenden Sichtschutzes, im Besonderen durch die um bis zu 2,50 – 3,50m verspringenden Grundstückshöhen

    1.4 Sauberhaltung/ Hygiene am Grund des Walls/Böschung.

    1.5 Keine ausreichende Entwässerung/Ableitung des Wassers bei Platzregen, zumal nur in Richtung der Wielandstraße, als tiefster Geländepunkt entwässert werden könnte.

    1.6 Risiko der Wasserstauung und Entstehung von Brackwasser und Anziehen von Ungeziefer und Ratten

    1.7 Keine „tatsächliche“ Absturzsicherung durch die verbleibende Mauerüberhöhung

    1.8 Folgekosten entstehen für Reinigung/Hygiene der Böschung und des Wildwuchs ebenso wie die Prüfkosten der Standsicherheit beim Erhalt der Mauer.

    Zudem stellt die Mauer ein „gewachsenes Stück Geschichte“ des Viertels dar. Viele Bürger waren und sind bemüht das historische Viertel mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erhalten. Einige Häuser sind unter Denkmalschutz und wurden jüngst kernsaniert und denkmalgerecht zurückgebaut.

    Aspekt 2.0

    Im Rahmen der vom Land forcierten Innenstadtverdichtung ist eine spätere Bebauung der Brache nicht auszuschließen. Hierfür sind weitere Aspekte der Bodenbeschaffenheit und Standsicherheit/Erdsicherung notwendig. Hieraus ergeben sich zusätzlich zu überprüfende Kriterien des Schutzes der Grundstücke Graf-Engelbert-Straße ./Wielandstraße.

    Eine funktionierende Böschung/Wall-Lösung bedürfte einer weitaus größeren Dimension als der mit im durchschnittlich 4-5m beschriebenen Streifenfläche. Dies resultiert aus den zu versickernden Wassermengen notwendigen Bodenflächen, Erstellung von Drainagen und Befestigung durch Hecken und Bäume. Dies käme einem Landschafts-Grüngürtels /Wall nahe. Daraus ergibt sich eine deutlich verkleinerte städtische Fläche, so denn auch der Wert (laufende Meter x Breite des Grünstreifens).

    Aspekt 3.0

    Alternative grobe Planungen zum Erhalt der Mauer wurden nicht erarbeitet, ebenso keine Kostenschätzung ermittelt. Weitere bauliche Alternativen für den Schutz der tiefer liegenden Grundstücke wurden nicht aufgezeigt.

    Verblüfft hat, dass es selbst für die präsentierte Baumaßnahme keinerlei Grobschätzung der Kosten gibt.

    Darüber hinaus waren alle Teilnehmer über den Artikel der WAZ bzgl. beschriebener Maßnahme verwundert und irritiert.

    Wir freuen uns und sind dankbar, dass auf der o. g. Versammlung die Überarbeitung der Pläne der Böschung unter Einbeziehung der vorgetragenen Bedenken und Vorschläge angekündigt wurde,

    diesseits wird aber eine Böschung als Lösung als schlecht, ja bis unsinnig und schädlich erachtet.

    Die Anwohner sind bemüht, zu der Überarbeitung der städtischen Pläne auch eigene Vorschläge zu entwickeln.

    Sind Sie über diese Planungen in Ihrem Bezirk im Bilde?

    Haben Sie eine Meinung dazu

    Sind Ihnen Nutzungs/Verkaufs/Bebauungspläne, Überlegungen o. Ä. für das o. g. Grundstück bekannt?

    Eine Antwort vor der Kommunalwahl wäre natürlich hübsch und hilfreich, darum wird höflich gebeten.

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    #599 Antwort

    vielen Dank für die Mail.

    Leider war uns das Problem bisher nicht bekannt. Auch sind uns bisher keine Nutzungs- oder Verkaufs- sowie Bebauungspläne wie andere Überlegungen für das städtische Grundstück bekannt.
    Diesbezüglich haben wir daher bereits eine Anfrage per Mail an die Stadt gerichtet.

    Ihr Vorschlag, dass die Anwohner auch eigene Vorschläge machen, erscheint uns sinnvoll. Gemeinsam mit den Anwohnern und der Politik sollten offen die möglichen Pläne für das Grundstück diskutiert werden, so dass eine tragfähige Lösung im Sinne aller Beteiligten gefunden werden kann. Wenn möglich, sollte eine langfristige Lösung angestrebt werden, die vorgibt, ggf. durch einen Bebauungsplan, welche Bebauung auf dem Grundstück in welcher Weise ggf. wie erfolgen darf und wie die Grenze zwischen den Grundstücken gestaltet werden soll.

    Sobald wir die angeforderten Informationen der Stadt haben, melden wir uns kurzfristig bei Ihnen, um auf Grundlage dieser Informationen ein weiteres Vorgehen zu erörtern. Gerne würden wir uns dann, um uns ein genaues Bild machen zu können, auch die Lage vor Ort anschauen.

    #2481 Antwort

    Nachdem einige Zeit vergangen ist, haben die STADTGESTALTER nun nachgefragt, wie der aktuelle Stand der Planungen aussieht und in wie weit die Bedenken der Anwohner dabei berücksichtigt werden konnten (Anfrage siehe Anhang).

    Die Antwort der Verwaltung veröffentlichen wir hier, sobald diese vorliegt.

    Wir sind gespannt!

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